Da gab es diesen Plan Golden Eyes #5, der die zwei jüngsten gemeinsamen Kinder von Christina Block und ihrem Ex-Mann Stephan Hensel aus dessen Obhut in Dänemark nach Deutschland bringen sollte. In einer Art paramilitärischer Aktion mit einem Team „Bravo“ und einem Team „Delta“ sollten Klara und Theo aus dem Haus von Hensel und seiner neuen Frau Astrid Have herausgeholt werden. Bei dem israelischen Chefentführer David B. war eine Präsentation gefunden worden, die auch Drohnenbilder des Hauses in Dänemark zeigte. Die damals zehn und 13 Jahre alten Kinder wurden schließlich am Hafen von Gråsten von mehreren maskierten Männern verschleppt, Vater Hensel wurde zu Boden gebracht. Jeder der mutmaßlichen Entführer sollte 10.000 Euro erhalten.

Die Mutter Christina Block soll laut Hamburger Staatsanwaltschaft diese Entführung beauftragt haben. Sie bestreitet das.

Am Morgen dieses 41. Verhandlungstages bekommt die Kammer um die Vorsitzende Isabel Hildebrandt, die den Block-Prozess verhandelt, einen wichtigen Hinweis der Staatsanwaltschaft. Die Anklagebehörde hat einen der mutmaßlichen Entführer, der unter anderem zur Fahndung ausgeschrieben war, vernommen: Jonathan C., der „große Deutsche“. Dieser soll erst in letzter Sekunde in den Entführertrupp rund um Chefentführer David B. aufgenommen worden sein.

Streit im Gerichtssaal – Emotionen im Block-Prozess eskalieren

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