Phil Campbell, langjähriger Gitarrist der britischen Heavy-Metal-Band Motörhead, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Das teilten seine Söhne bei Instagram mit.

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„Mit großer Trauer geben wir den Tod unseres geliebten Vaters, Philip Anthony Campbell, bekannt, der gestern Abend nach einem langen und tapferen Kampf auf der Intensivstation nach einer komplexen Operation friedlich verstorben ist“, heißt es in einem Beitrag seiner Söhne Todd, Dane und Tyla, mit denen er zuletzt in der Band Phil Campbell and the Bastard Sons spielte.
„Phil war ein hingebungsvoller Ehemann, ein wundervoller Vater und ein stolzer und liebevoller Großvater, der liebevoll ‚Bampi‘ genannt wurde. Er wurde von allen, die ihn kannten, sehr geliebt und wird schmerzlich vermisst werden. Sein musikalisches Erbe und die Erinnerungen, die er mit so vielen Menschen geschaffen hat, werden für immer weiterleben“, hieß es in dem Posting weiter.
Phil Campbell (* 7. Mai 1961 in Pontypridd, Wales), stieß 1983 zu Motörhead und war erstmalig der Best-Of-Zusammenstellung „No Remorse“ zu hören, zu der die neue Besetzung vier neue Songs inklusive des Klassikers „Killed By Death“ beisteuerte, der bis zum Ende der Band im Jahr 2015 bei praktisch jedem Motörhead-Konzert gespielt wurde. Es folgten Alben wie „Orgasmatron“ oder „1916“, die bis heute in der Gunst der Fans Meilensteinen wie „Ace Of Spades“ oder „Overkill“ nur wenig nachstehen.

Seit dem im Jahr 1995 der zweite Gitarrist Michael „Würzel“ Burston den Dienst bei Lemmy & Co. quittierte, verblieb Campbell als alleiniger Gitarrist bei Motörhead. In klassischer Trio-Besetzung, zu der neben Campel und Urgestein Lemmy Kilmister noch der schwedische Schlagzeuger Mickey Dee gehörte, veröffentlichten Motörhead zehn Studio- und zahlreiche Live-Alben.
Nach dem Tod Kilmisters im Jahr 2015 und der damit verbundenen Auflösung der Band veröffentlichte Phil Campbell das in Teilen im vergleich zu Motörhead spürbar entspanntere Solo-Album „Old Lions Still Roar“ und gründete mit einigen seiner Söhne die programmatisch betitelte Band „Phil Campbell & The Bastard Sons“. Mit ihr veröffentlichte er drei Alben und ging mehrfach auf Tour.

Obwohl er nie den Kultstatus von „Fast“ Eddie Clarke, dem ersten Motörhead-Gitarristen erlangte, konnte Phil Campbell sich im Laufe der Zeit in die Herzen vielen Fans vor und auf der Bühne spielen. Bandböss Lemmy adelte seinen Sidekick regelmäßig, indem er ihn als „den unterbewertetsten Gitarristen der Welt“ bezeichnete.
Diese Prominenten sind 2026 gestorben
Im vergangenen Monat hatte Campbells Band ihre Konzerte in Australien und Europa zwischen März und Mai abgesagt. Weitere Details wurden jedoch nicht mitgeteilt.
Motörhead war die lauteste Band der Welt und prägte das Genre
Die britische Band Motörhead galt über Jahre als lauteste Band der Welt und hatte es mit diesem Titel ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Alben wie „Overkill“, „Bomber“ oder „Ace of Spades“ gelten als Klassiker des Genres.

Im November 2015 war der frühere Schlagzeuger Phil „Philthy Animal“ Taylor gestorben. Nur einen Monat später erlag Frontmann und Bassist Lemmy Kilmister einem Krebsleiden. Kilmister war bis kurz vor seinem Tod noch mit Motörhead aufgetreten. Das letzte Konzert hatte er am 11. Dezember 2015 in Berlin gegeben. Im Jahr 2018 starb Gitarrist „Fast“ Eddie Clarke.
Vor allem Motörhead-Sänger Kilmister war berühmt für seinen Lifestyle des „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“. Länger als von vielen erwartet war der Brite dem harten Bühnenjob gewachsen gewesen. „Ich brauche keinen Doktor“, hatte der Kettenraucher und Vieltrinker behauptet, „und die Bühne lässt mich jeden Abend aufs Neue überleben.“
bee/ konz








































