Im Weißen Haus bestellt der Chef noch selbst. Wie das auch über Polit-Klatsch gut unterrichtete „Wall Street Journal“ berichtet, soll US-Präsident Donald Trump seinen Stab und seine Minister mit Lederschuhen der Marke Florsheim zwangsbeglücken. Trump bestelle die Schuhe (Kostenpunkt etwa 145 Dollar) auf eigene Rechnung und lasse sie seinen Ministern und Mitarbeitern zukommen, heißt es weiter. Die wagen es offenbar nicht, das Geschenk im Schuhschrank verschwinden zu lassen. „Alle Jungs haben sie“, sagte eine Mitarbeiterin der Zeitung. Eine andere ergänzte mit ironischem Unterton: „Es herrscht Hysterie. Jeder hat Angst, sie nicht zu tragen.“

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Wie das „Wall Street Journal“ erfahren haben will, soll Trump die Florsheim-Treter Ende des vergangenen Jahres für sich entdeckt haben. Offenbar war es Liebe auf den ersten Tritt. Seitdem verschenkt sie der 79-Jährige peu à peu an seine männliche Entourage. Offenbar sind aber nicht alle begeistert. Laut Berichten soll ein Mitarbeiter seinen Louis-Vuitton-Schuhen nachtrauern. Dabei gibt es neben Trump weitere berühmte Fans der von Milton S. Florsheim 1892 in Chicago gegründeten Schuhmarke. Popstar Michael Jackson besaß gleich mehrere Paare. Eines, mit Jackos Autogramm, wurde nach seinem Tod für 14.000 Dollar bei einer Auktion versteigert.

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Vizepräsident JD Vance, mittlerweile ebenfalls auf Florsheim-Sohlen unterwegs, erinnert sich gegenüber dem „Wall Street Journal“ an ein Gespräch mit Trump und Außenminister Marco Rubio im Dezember im Oval Office. „Marco, JD, ihr habt beschissene Schuhe“, soll Trump gesagt haben, während er in einem Katalog mit Schuhen geblättert habe. Anschließend soll er beide nach ihrer Schuhgröße gefragt haben. Kurz darauf hätten sie ein Paket mit ihren neuen Florsheim-Tretern erhalten.

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Zumindest bei Rubio scheint Trump aber nicht genau hingehört zu haben. Fotos in den sozialen Medien zeigen ihn in viel zu großen Latschen. Der Spott darüber ließ nicht lange auf sich warten. „Diese Schuhe haben mehr Quadratmeterfläche als meine erste Wohnung“, schreibt ein Nutzer auf „X“. Ein anderer vergleicht Rubios Latschen von Donalds Gnaden mit Clownsschuhen.

Einziger Trost: Besser zu große Schuhe als zu kleine. Spontan kommt einem das Märchen von „Aschenputtel“ in den Sinn. „Rucke di gu, rucke di gu, Blut ist im Schuh“, singen die Tauben, um den Prinzen darauf hinzuweisen, dass Aschenputtels böse Stiefschwestern sich Ferse oder Zehen abgeschnitten haben, um in den goldenen Schuh zu passen. So weit ist dem Vernehmen nach aber noch keiner von Trumps Höflingen gegangen.