Er ist der große Bekannte im Hintergrund: Eugen Block (85), Unternehmerlegende in Hamburg, würde so gerne Einfluss nehmen auf den Verlauf des Prozesses um Kindesentführung. Er hat es mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Richterin Isabel Hildebrandt versucht, mit öffentlichen Briefen und Appellen. Zuletzt beantragte er nach Abendblatt-Informationen den Umgang mit seinen Enkeln Klara (15) und Theo (12). Denn das ist seiner Tochter Christina Block verwehrt nach einem letztinstanzlichen Urteil eines dänischen Gerichtes. Auch die letzte Berufung scheiterte nach Abendblatt-Informationen jetzt.
Sie ist gemeinsam mit Gerhard Delling und fünf weiteren Verdächtigen angeklagt, in die Entführung ihrer jüngsten Kinder in der Neujahrsnacht 2024 aus Dänemark verwickelt zu sein. Alle sieben bestreiten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft oder erzählen ihre Version der Operation „Bring Kids Home“. Doch dabei tauchte längst der Vorwurf des quasi tatgeständigen israelischen Kommandos unter Führung von David B. und Keren T. auf: Der „Patriarch“ sei in alles eingeweiht gewesen – Eugen Block. Die Israelis beteuerten, von einer legalen Rückholaktion ausgegangen zu sein.
Christina Block im Prozess um Kindesentführung: War Vater Eugen Block eingebunden?
Am Freitag, dem 34. Verhandlungstag seit dem 11. Juli 2025, sagte eine Zeugin aus der Block-Gruppe aus. Die enge Mitarbeiterin von Eugen Block erklärte, sie sei mit dafür verantwortlich, den Arbeitsalltag des Gründers zu strukturieren. Dabei helfe sie ihm auch bei E-Mails, die sie ihm ausdrucke, oder bei Arztterminen. Sie schreibe die Mails für ihn.


