Acht Tage auf einem anderen Planeten: Die Insel Sokotra, offiziell Staatsgebiet des Jemen, lockt abenteuerlustige Touristen und Influencer mit besonderer Natur, weißen Sandstränden und Nächten unter Milliarden von Sternen.

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Gefragt ist der Urlaub auf dem Eiland unter anderem bei Europäern und US-Amerikanern, die in der Region leben und arbeiten, etwa in Saudi-Arabien, dem Oman oder den Emiraten.
Doch nun sitzen rund 400 Abenteurer auf der Insel fest, heißt es von der jemenitischen Tourismusbehörde. Denn im Jemen herrscht seit mehr als zehn Jahren ein Bürgerkrieg, der das Land in zwei Teile spaltet. Der Norden wird von der vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Miliz kontrolliert, über den Süden des Landes herrscht ein fragmentiertes Regierungsbündnis.
Berliner Reisegruppe auf Sokotra gestrandet
Laut CNN befindet sich auch eine 14‑köpfige Reisegruppe eines Berliner Reiseunternehmens auf der Insel. Ob darunter deutsche Staatsangehörige sind, ist bislang nicht bekannt. Wir haben dem Unternehmen eine Anfrage zukommen lassen.
Zuletzt hatte sich ein Konflikt zwischen einer von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützten Miliz und der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen zugespitzt. Die Insel Sokotra blieb von dem Konflikt auf dem Festland bislang weitestgehend unberührt.
Alle Flüge gestrichen
Bis jetzt: Wegen der Kämpfe sitzen Behördenvertretern zufolge die Touristen auf der Insel fest. Seit der Ausrufung des Notstands Ende Dezember sind alle Flüge nach Sokotra gestrichen. Betroffen sind nach Behördenangaben 416 Ausländer unterschiedlicher Nationalitäten, darunter mehr als 60 Russen.
Die etwa 350 Kilometer vor der jemenitischen Küste liegende Insel Sokotra wird normalerweise dreimal pro Woche von Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, aus angeflogen. Dann kam der Stopp – und den Gestrandeten blieb nur das Warten.
Allzulange müssen sie wohl nicht mehr ausharren. Die Flüge zwischen Sokotra und Jeddah sollen wieder aufgenommen werden, teilte die Fluggesellschaft Yemenia am Dienstag mit. Der erste Flug soll am Mittwoch (7. Januar) stattfinden. Nach Angaben der Airline dient die Verbindung vorerst der Ausreise ausländischer Touristen.
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Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in den Jemen
Eine ungleich schlechtere Idee wäre es, sich auf einem kommerziellen Boot in ein Nachbarland einzuschiffen, und die Reise von dort aus fortzusetzen. Das birgt extreme Risiken: In seiner Reisewarnung rät das Auswärtige Amt, individuelle Schiffsreisen in und um jemenitische Küstengewässer zu unterlassen.
Es bestehe ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen, heißt es. Trotz internationaler Bemühungen bleibe die Zahl der Piratenangriffe hoch, wirksamer Schutz könne nicht garantiert werden.
Immerhin: Die Reisenden scheinen wohlauf zu sein und werden gut versorgt. Einer sagte CNN, es gebe keinen Mangel an Nahrungsmitteln oder anderen Versorgungsgütern. Die Situation sei dennoch frustrierend.
mit AFP






