Der Lebensmittelhersteller Nestlé ruft Babynahrung zurück. Betroffen sind bestimmte Chargen und Produktionsnummern von verschiedenen BEBA- und ALFAMINO-Säuglingsnahrungsprodukten, die in Deutschland verkauft wurden. Auch nach Österreich ausgelieferte Chargen sind laut Medienberichten betroffen.

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Konkret seien die Marken BEBA, BEBA expert HA, BEBA expert Comfort+, BEBA Supreme, BEBA AR und ALFAMINO betroffen, wie es in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung heißt. Eine Liste der betroffenen Chargennummern hat das Unternehmen auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Rückruf von Nestlé BEBA: Eltern sollen Babynahrung zurückgeben

Nestlé betont, dass bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit den betroffenen Produkten bestätigt worden seien. „Dieser Rückruf ist eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund eines möglichen Vorhandenseins von Cereulid, das durch den Mikroorganismus Bacillus Cereus produziert wird, in einer der Zutaten eines Zulieferers, die in den betroffenen Chargen verwendet wurde“, so das Unternehmen. Cereulid ist ein Giftstoff, der bereits nach 30 Minuten zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Bei äußerst schlimmen Verläufen kann die Aufnahme zu Leberschäden führen.

Eltern, die eines oder mehrere der genannten Produkte gekauft haben, werden aufgefordert, ihre Kinder damit nicht mehr zu füttern. Die Produkte sollen stattdessen dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Der Kaufpreis der BEBA-Produkte wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Nestlé kündigt weltweit Abbau von 16.000 Stellen bis 2027 an

Wenn Eltern Bedenken hinsichtlich der Gesundheit ihres Kindes haben, wird geraten, mit dem Kinderarzt oder einer medizinischen Fachkraft zu sprechen. Alle anderen Nestlé-Produkte sowie andere Chargen derselben Produkte, die nicht von diesem Rückruf betroffen sind, könnten sicher konsumiert werden.

Nestlé ist der weltgrößte Lebensmittelproduzent. Das Schweizer Unternehmen steht seit Jahren wegen seiner Ausbeutung der Umwelt in der Kritik. Wie die Berliner Zeitung kürzlich berichtete, hat Nestlé angekündigt, massiv Stellen einsparen zu wollen. So heißt es, bis 2027 sollen weltweit rund 16.000 Stellen wegfallen, davon 12.000 in der Verwaltung und 4.000 in Produktion und Lieferkette.