„Twitter“ und „tweet“: Ein Start-up aus Virginia will die Markenrechte erlangen, um diese beiden Begriffe für einen eigenen Social-Media-Dienst zu verwenden. Entsprechenden Antrag beim US-Patent- und Markenamt hat das Unternehmen Operation Bluebird bereits gestellt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Es hat außerdem einen Antrag eingereicht, um „Twitter“ als Marke eintragen zu lassen.

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Die Plattform soll den Namen „twitter.new“ tragen, heißt es in dem Bericht. Die Initiative geht zurück auf Stephen Coates, einem ehemaligen Markenrechtsanwalt bei Twitter, der nun als Chefjustiziar von Operation Bluebird arbeitet und eine Anwaltskanzlei betreibt.
Twitter: Start-up will alten Dienst wieder aufleben lassen
Elon Musk hatte Twitter im Jahr 2022 für 44 Milliarden Dollar gekauft und die Website in X umbenannt. Operation Bluebird argumentiert, dass X die Marke Twitter aus seinen Produkten, Dienstleistungen und seinem Marketing „getilgt” habe. Musk erklärte 2023 in einem Beitrag auf X, dass das Unternehmen „sich von der Marke Twitter und nach und nach auch von allen Vögeln verabschieden” werde.
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Auf eine Anfrage von Reuters reagierte das Unternehmen des Tech-Milliardärs nicht. Coates bezeichnete die Angelegenheit in einer Erklärung als „eindeutig”, nachdem X angeblich die kommerzielle Nutzung der Marke Twitter eingestellt hatte.
Ein Anwalt für geistiges Eigentum, Josh Gerben, erklärte laut dem Bericht, die Plattform X stünde vor Schwierigkeiten bei der Verteidigung ihrer Markenrechte, sollte das Unternehmen diese nicht mehr nutzen. Er fügte jedoch hinzu, Musks Unternehmen könne versuchen, die kommerzielle Nutzung des Namens „Twitter“ durch „Operation Bluebird“ zu unterbinden. So oder so: Gerben bezeichnete die Herausforderung der Operation Bluebird als „einen interessanten Test dafür, ob X in den Schutz einer Marke investieren wird, die es nicht mehr nutzen will“.
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Die Kurznachrichten-Plattform X steht immer wieder in der Kritik. Ein Bündnis mit teils prominenten Akteuren aus Politik und Gesellschaft fordert die Bundesregierung auf, die das soziale Netzwerk zu verlassen. Die Petition „Keine Macht für Oligarchen: Bundesregierung runter von X“ wurde am Montag über die Hamburger Initiative „Save Social“ veröffentlicht. Sie kritisiert unter anderem US-Reaktionen auf eine am Freitag verhängte EU-Geldstrafe gegen X. Die EU-Kommission hatte das Unternehmen wegen Transparenzmängeln zu einer Zahlung von 120 Millionen Euro angewiesen.
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