Stühle stehen auf Schultischen in einer Grundschule. Ein Vater in England hat nun eine Mini-Schule im eigenen Garten gebaut – aus Frust. (Symbolbild)
Stühle stehen auf Schultischen in einer Grundschule. Ein Vater in England hat nun eine Mini-Schule im eigenen Garten gebaut – aus Frust. (Symbolbild)© Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild | Unbekannt

Samuel Leeds war so frustriert über das Bildungssystem in England, dass er in seinem Garten eine eigene Schule gebaut hat. In der Mini-Schule, die derzeit nur aus einem 55 Quadratmeter großen Klassenzimmer besteht, werden bereits zwölf Kinder unterrichtet, wie der „Mirror“ berichtet. Tendenz steigend, denn: Die Kleinstadt Beaconsfield (Buckinghamshire) rund 40 Kilometer nordwestlich von London erlangt aufgrund der ungewöhnlichen Gartenschule gerade landesweit Bekanntheit. Viele Eltern teilen scheinbar Leeds Frust über das Schulsystem und wollen ihrer Kinder ebenfalls in seinem Garten unterrichten lassen.

Die Idee, eine eigene Schule im Garten zu bauen, kam Samuel Leeds und seiner Frau Amanda bereits Ende 2023. Beide seien demnach frustriert über das Schulsystem im England gewesen, das in starren Regeln verharre und kaum Raum für echte Neugier bei Kindern zuließe.

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„Ich halte das ganze System für fehlerhaft, denn entweder wird einem gesagt: Wenn man intelligent ist, geht man zur Universität, oder wenn nicht, muss man körperlich arbeiten“, sagte Leeds gegenüber dem „Mirror“ und kritisierte diese starre Sichtweise: „Es gibt auch eine dritte Möglichkeit: ein eigenes Unternehmen gründen und Unternehmer werden. Ich habe die Schule mit 16 abgebrochen, weil ich dachte, ich sei dumm und hätte keine Ambitionen, aber dann wurde mir klar, dass ich das Zeug dazu habe, im Geschäftsleben erfolgreich zu sein.“

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Bislang unterrichten zwei Lehrer für Englisch und Mathematik in Vollzeit an der Schule. Immobilienunternehmer Leeds bringt den Kindern an seiner Schule zudem die Grundlagen im Finanzwesen bei und hat das Fach „kritisches Denken“ eingeführt. Neben seinen eigenen vier Kindern besuchen auch die Kinder von Leeds Schwester und Bruder die Mini-Schule in Beaconsfield. Wenn es die Kapazitäten zulassen, könnten es bald noch mehr Kinder sein, die die Mini-Schule besuchen.

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So erhalt er jeden Tag Nachrichten von Eltern, die wohl tatsächlich auch einen Umzug nach Beaconsfield in Betracht ziehen, nur die Gartenschule mit dem innovativen Ansatz zu besuchen. Insgesamt kostete der Bau der Schule rund 170.000 Euro. Wie Leeds dem „Mirror“ sagte, habe er mit dem Bau der eigenen Privatschule sogar noch gespart. So sei auch die Beschäftigung zweier Vollzeit-Lehrer immer noch günstiger als seine Kinder für rund 20.000 Euro im Jahr auf eine Privatschule zu schicken.

rk