Bauarbeiten haben sich in der Vergangenheit oftmals als unerwartete Bereicherung für die Archäologie erwiesen. Durch umfangreiche Erdarbeiten kamen in den letzten Jahren bedeutende Artefakte und Grabstätten ans Licht, die andernfalls verborgen geblieben wären. Dies zeigt sich erneut bei aktuellen Arbeiten an einem Wohnkomplex auf Ibiza, wo ein besonders wertvolles Artefakt geborgen werden konnte.
Zufallsfund auf Ibiza: Kostbares Artefakt bei Bauarbeiten entdeckt
Das Instituto Balear de la Vivienda, die Behörde für sozialen Wohnungsbau, hat auf Ibiza den Neubau eines Sozialwohnungsprojekts initiiert und dafür entsprechende Erdarbeiten veranlasst. Beim Aushub von rund sieben Metern stießen die Arbeiter unerwartet auf einen Brunnen, in dem sich, wie das Portal „infobae“ berichtet, ein bemerkenswert gut erhaltenes Artefakt befand.
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Es handelt sich um eine etwa 30 Zentimeter hohe Holzfigur des Herkules, deren detailreiche Ausführung außergewöhnlich gut bewahrt geblieben ist. Nach Angaben der Archäologin Glenda Graziani sind die feuchten und warmen Bedingungen im Brunnen maßgeblich für diesen Erhaltungszustand verantwortlich. Erste Analysen datieren die Figur in das 3. Jahrhundert, womit sie ein Alter von rund 1700 Jahren aufweist.
Ibiza: Forscher Rätseln über die Herkunft des Artefakts
Nach der Bergung wurde die Skulptur in das Museum von Ibiza und Formentera überführt. Nach ihrer Reinigung sind weitere Analysen geplant, die insbesondere Aufschluss über ihre Herkunft geben sollen. Erste Einschätzungen der Wissenschaftler, die sie gegenüber „infobae“ teilen, deuten darauf hin, dass die Figur ein Hinweis auf eine römische Besiedlung auf Ibiza sein könnte. Diese setzte um 200 v. Chr. ein und im Jahr 70 v. Chr. wurde die Insel unter dem Namen Ebusus in das Römische Reich integriert. Bislang existieren jedoch nur wenige materielle Zeugnisse dieser römischen Epoche auf Ibiza.





