Alle Jahre wieder: Wenn es draußen dunkel und kalt wird, bringen die Leoniden einen Funken Licht. Die Erde kreuzt auf ihrer Umlaufbahn den Meteorstrom zwischen dem 13. und dem 30. November, Experten erwarten den Höhepunkt des Sternspektakels für die Nacht vom 17. auf den 18. Dann soll die maximale Aktivität erreicht sein. Mit zwischen zehn und 15 Sternschuppen die Stunde rechnen Fachleute dieses Jahr, etwas weniger als der Durchschnitt.

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Die besten Chancen, Sternschnuppen zu erspähen, bestehen zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden des Dienstags. Der Radiant, also der scheinbare Ursprungspunkt des Schwarms, liegt im Sternbild Löwe (Leo) – daher auch der Name Leoniden. Weil der Löwe erst nach Mitternacht leuchtet, sind die Sternschnuppen nach 0 Uhr richtig gut zu sehen. Der Blick geht dabei nach Osten.

Wettervorhersage: Erste Nachthälfte mit besseren Chancen

Dafür muss allerdings das Wetter mitspielen. Der Deutsche Wetterdienst sagt für die Nacht zum Dienstag für den Nordwesten Deutschlands starke Bewölkung vorher. Im Osten lockere die Wolkendecke vielerorts in den Abendstunden aber auf, hieß es auf Nachfrage unserer Redaktion.

Unter anderem Richtung Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg/Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bestünden vor allem in der ersten Nachthälfte immer wieder Chancen, die Sternschnuppen zu erspähen. In der zweiten Nachthälfte sei dann wieder mit zunehmender Wolkendecke zu rechnen.

Wer sich trotz dieser Aussichten auf die Lauer legen will, zieht eine warme Jacke an und packt eine Thermoskanne Tee ein. Die Temperaturen fallen in der Nacht auf Werte um die 2 Grad Celsius.

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Großstädter sollten einen möglichst lichtarmen Ort aufsuchen: Parks fernab der Straßenbeleuchtung oder Stadtrandgebiete eignen sich aufgrund der dort niedrigeren Lichtverschmutzung besser, um das Spektakel zu beobachten. In ländlichen Gebieten kann der Schritt vor die Haustür ausreichen.

Was sind die Leoniden?

Die Leoniden sind winzige Überreste des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Jedes Jahr kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn die Bahn dieses Kometen und taucht in dessen Staubwolke ein. Die nur millimetergroßen Partikel treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre, verglühen und erzeugen dabei die Lichtspuren, die wir als Sternschnuppen wahrnehmen.

Mit Geschwindigkeiten von bis zu 71 Kilometern pro Sekunde gehören die Leoniden zu den schnellsten Meteoren. Ein Zug mit dieser Geschwindigkeit bräuchte nur wenige Lidschläge, um von München nach Berlin zu rasen.

Und noch etwas macht die Leoniden besonders: Etwa alle 33 Jahre kann es zu extremen Ausbrüchen kommen. Dann nähert sich der Komet der Sonne an und zieht in der Folge eine besonders dichte Staubschicht hinter sich her. Für Sternkucker auf der Erde kann das besonders magische Nächte bedeuten, teilweise mit Tausenden Sternschnuppen pro Minute.

Das ist dieses Jahr nicht der Fall. Erst für 2032 rechnen Experten wieder mit einem Meteorsturm.

pcl