Genforscher haben offenbar die DNA von Adolf Hitler entschlüsselt. Die Forschungsergebnisse werden in der Dokumentation „Hitler’s DNA: Blueprint of a Dictator“ beim britischen Channel 4 am Samstag veröffentlicht. Mehrere Medien konnten sie jedoch vorab einsehen und darüber berichten. Noch sind die Ergebnisse damit nicht unabhängig überprüft, allerdings decken sich die wichtigsten Erkenntnisse mit der bisherigen Forschung zu dem Diktator.

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Überraschend ist dabei vor allem der Nachweis, dass Hitler am Kallmann-Syndrom gelitten haben soll. „Als Kallmann-Syndrom (KS) oder olfaktogenitales Syndrom bezeichnet man einen angeborenen Symptomkomplex aus Hypo- bzw. Anosmie (verminderter bis fehlender Geruchssinn) in Verbindung mit Hoden- bzw. Ovarialhypoplasie (Unterfunktion) bedingt durch einen hypogonadotropen Hypogonadismus“, heißt es vom Institut für Humangenetik der Uniklinik Jena.
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Hitler hatte offenbar nur einen Hoden
Hypogonadotroper Hypogonadismus bezeichnet bei Männern eine Unterfunktion der Hoden. Das heißt, es werden weniger Sexualhormone und weniger Zellen für die Fortpflanzung gebildet. „Bei Männern manifestiert sich das Syndrom mit ausbleibender oder verzögerter Pubertät und fehlender Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale (Stimmbruch, Körperbehaarung, Bartwuchs)“, so das Uniklinikum Jena weiter. Auch eine geringe Libido, Potenz und Unfruchtbarkeit können die Folge sein. Benannt ist das Syndrom nach dem Psychiater Franz Josef Kallmann. Es wurde erstmals 1856 entdeckt, etwa einer von 10.000 Männern ist laut Uniklinik Jena betroffen.
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Bereits 2015 wurde bekannt, dass Hitler nur einen funktionalen Hoden gehabt, beziehungsweise sich sein zweiter Hoden nie abgesengt haben soll. Diese Unterentwicklung könnte zu der jetzigen Diagnose passen. Forscher warnen jedoch, dass sich mit Hitlers Genetik sein Handeln und sein Rassenwahn nicht erklären lassen. Zudem könnten Menschen, die am Kallmann-Syndrom leiden, durch derartige Forschung stigmatisiert werden.
FMG






