Coca-Cola hat seinen neuen Weihnachtswerbespot auf YouTube veröffentlicht – und es hagelt Kritik von Nutzerinnen und Nutzern. Viele stören sich daran, dass der milliardenschwere US-Konzern das Video mithilfe von Künstlicher Intelligenz produzierte. Schon im vergangenen Jahr schlug dem Unternehmen Spot und Häme entgegen, weil der traditionelle Weihnachts-Clip in den Augen zahlreicher User billig gemacht war.

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Besser fallen die Kommentare allerdings aktuell auch nicht aus: „Ein Jahr Entwicklung der KI weiter und trotzdem sieht es immer noch schrecklich aus“, schreibt ein Nutzer in den Kommentaren auf YouTube. Ein anderer bezieht sich auf den ewigen Coca-Cola-Konkurrenten Pepsi, für den die missglückte Cola-Werbung mutmaßlich ein Vorteil ist und merkt sarkastisch an: „Die profitabelste Werbung in der Geschichte von Pepsi.“ Wieder ein anderer wünscht sich das alte Internet zurück: „Ich vermisse wirklich das Vor-KI-Internet“, schreibt er.

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Werbespot von Coca-Cola zu Weihnachten: Spott und Häme für KI-Video

Vermutlich spielt Nostalgie bei vielen Kommentatoren eine Rolle. Der erste „Holidays Are Coming“-Spot des Getränkeherstellers wurde vor 20 Jahren im November 1995 ausgestrahlt. Schon damals fuhr der rote Weihnachtstruck durch eine Schneelandschaft.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge hat Coca-Cola wie im vergangenen Jahr mit den KI-Studios Silverside und Secret Level kooperiert. Laut dem Bericht hat der Konzern es abgelehnt, sich zu den Kosten der Kampagne zu äußern, räumte jedoch ein, dass rund 100 Personen an dem Projekt beteiligt waren. Darunter sollen fünf „KI-Spezialisten“ von Silverside gewesen sein.

Auf die Kritik im vorigen Werbespot will das Unternehmen nach eigenen Angaben reagiert haben. „Letztes Jahr wurde die Handwerkskunst kritisiert. Aber dieses Jahr ist die Handwerkskunst zehnmal besser“, sagte Pratik Thakar, Global Vice President und Leiter der generativen KI bei Coca-Cola, dem „Hollywood Reporter“ . „Es wird immer Leute geben, die Kritik üben – wir können nicht alle zu 100 Prozent zufriedenstellen.“ Und er fügte hinzu: „Aber wenn die Mehrheit der Verbraucher es positiv sieht, lohnt es sich, weiterzumachen.“

Von 100 Prozent Zufriedenheit ist die Stimmung in den Kommentarspalten allerdings weit entfernt. Die überwiegende Einschätzung bringt ein Nutzer auf den Punkt, der schreibt: „Erinnert ihr euch noch daran, als sie echte Trickfilmzeichner dafür bezahlten, Werbespots mit Herz zu produzieren? Jetzt ist es seelenlose KI.“