Korallenriffe in tropischen Gewässern wird es nach Einschätzung von Klimaforschenden wohl bald nicht mehr geben. Der Klimawandel auf der Erde habe einen kritischen Kipppunkt erreicht. Das geht aus dem am Montag in Frankfurt vorgestellten „Global Tipping Points Report 2025“ hervor.

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Teilsysteme der Erde können bei steigender Erderwärmung plötzlich kippen, also sich so stark verändern, dass es nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Demnach sei das Absterben der Korallenriffe infolge der Meereserwärmung nur noch mit enormem Aufwand zu verhindern.

Dem Bericht zufolge soll die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2035 um 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit steigen. Ab dieser Grenze drohe das Überschreiten weiterer Kipppunkte. Die Forscher warnen vor einer Kettenreaktion mit weitreichenden Folgen.

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Diese Systeme sind bedroht

Teile der polaren Eiskappen könnten laut den Forschenden bereits kritische Schwellen überschritten haben. Ihr weiteres Schmelzen würde den Meeresspiegel um mehrere Meter ansteigen lassen. Auch die atlantische Ozeanzirkulation gilt als gefährdet. Ein weiteres Risiko betreffe den Amazonas-Regenwald. Sollte dieses System kippen, drohe eine großflächige Versteppung in Südamerika.

„Die verheerenden Folgen des Überschreitens von Klima-Kipppunkten bedrohen unsere Gesellschaften massiv“, erklärte Co-Autor Nico Wunderling von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

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Positive Kipppunkte: Hoffnung für den Klimaschutz

Trotz der alarmierenden Befunde gibt der Bericht auch Anlass zur Hoffnung. Die Forschenden weisen darauf hin, dass neben den negativen Kipppunkten auch positive Kipppunkte in unserer Gesellschaft existieren. Ihr Überschreiten würde Transformation und klimafreundliches Verhalten fördern. In vielen Teilen der Welt seien erneuerbare Energien bereits günstiger als fossile Brennstoffe und Elektrofahrzeuge ersetzen zunehmend Benzin- und Dieselautos.

Der internationale Report, an dem mehr als 100 Forschende aus über 20 Ländern beteiligt waren, wurde anlässlich der 30. Weltklimakonferenz im November in Belém (Brasilien) veröffentlicht. Die Konferenz sei ein wichtiger Zeitpunkt, ins Handeln zu kommen, so die Autoren.

lis mit KNA