Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 auf den Philippinen sind am Freitag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS etwa 20 Kilometer vor der Küste von Manay auf der Insel Mindanao. Unter den Toten sind nach Angaben der Rettungskräfte drei Bergleute, die in den Bergen westlich von Manay in einer Goldmine verschüttet wurden.

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Die Bergleute seien in einem einstürzenden Schacht ums Leben gekommen, sagte Kent Simeon vom Rettungsdienst in der nahegelegenen Stadt Pantukan der Nachrichtenagentur AFP. Ein Kollege sei lebend aus dem Schacht geborgen werden. Mehrere Bergleute seien verletzt worden.

Philippinen hebt Tsunami-Warnung nach Erdbeben auf

Zwei weitere Menschen starben nach Polizeiangaben in Mati, der größten Stadt in der Umgebung. Einer von ihnen wurde von einer einstürzenden Mauer erschlagen, wie die Polizei mitteilte. Der andere erlitt einen Herzinfarkt. Einen weiteren Toten gab es in Davao etwa 100 Kilometer weiter westlich. Die Behörden gaben aber keine Todesursache an.

Das philippinische Seismologie-Institut gab zunächst eine Tsunami-Warnung für die Philippinen, Palau und Indonesien heraus und warnte vor „lebensbedrohlichen“ Wellen. Bewohner von küstennahen Gebieten wurden aufgefordert, sich in höher gelegene Gebiete oder weiter ins Landesinnere zu begeben. Später wurde die Warnung aber wieder aufgehoben.

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Erst Ende September hatte ein schweres Erdbeben die Philippinen erschüttert, 74 Menschen kamen dabei ums Leben. Diesmal gab es nach Angaben von Augenzeugen aber nur vereinzelt größere Schäden.

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten zusammenstoßen. Erdbeben und Vulkanausbrüche kommen in dem südostasiatischen Inselstaat daher häufig vor. 

dpa