An diesem 13. Hauptverhandlungstag erschien auch jener Mann, der vor Kurzem mit in das Team von Block-Verteidiger Ingo Bott gerückt ist: Béla Anda, früherer Regierungssprecher der rot-grünen Bundesregierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD), war am Morgen einer der Ersten, der vor Verhandlungssaal 237 darauf wartete, dass Presse und Publikum in den Saal gehen dürfen. Anda hatte vor wenigen Tagen seine Arbeit für das Team Block aufgenommen.
Auf dem Karriereportal LinkedIn hatte Anda geschrieben, dass durch die „offenkundig gezielte Weitergabe interner Akten und Aktenteile an bestimmte Medien schon vor Prozessbeginn ein Bild entstanden ist, das einer Vorverurteilung gleichkam“. Zudem sei er „zutiefst bewegt“, dass Christina Block „über Jahre vom Kontakt zu ihren Kindern abgeschnitten war und ist“. Dies ist wohl so zu werten, dass er durch sein Mitwirken im Team Block erreichen wolle, die Stimmung zugunsten der Hauptangeklagten und Mutter von vier Kindern zu drehen.
Block-Berater muss Verhandlungssaal 237 verlassen
Doch bevor dieser Sitzungstag überhaupt begonnen hatte, wurde Anda von der Vorsitzenden Richterin aufgefordert, den Gerichtssaal zu verlassen. Damit reagierte das Gericht auf einen Hinweis des Anwalts von Blocks Ex-Mann, Philip von der Meden.


