Immer wieder flammt die Diskussion über den richtigen Umgang mit Smartphones und sozialen Medien im Schulalltag auf. Während in Deutschland bislang keine bundesweite Regelung besteht und die Zuständigkeit bei den Ländern liegt, äußern sich regelmäßig Bildungsexperten und Verbände zu möglichen Einschränkungen. In einzelnen Bundesländern gibt es bereits schärfere Vorgaben, vielerorts setzen Schulen eigene Regeln um.

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Ein Blick nach Südkorea zeigt, wohin die Entwicklung gehen kann: Das Land hat ein Gesetz beschlossen, das die Nutzung von Mobiltelefonen und anderen digitalen Geräten während der Unterrichtszeit an Schulen untersagt. Das Verbot soll im März 2026 in Kraft treten und zielt darauf ab, die wachsende Abhängigkeit junger Menschen von sozialen Medien und Smartphones einzudämmen.

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Bereits heute haben viele Schulen im Land eigene Regeln zur Nutzung digitaler Geräte. Mit dem neuen Gesetz wird die Einschränkung nun landesweit einheitlich geregelt. Lehrkräfte erhalten künftig die Befugnis, die Nutzung von Handys auch auf dem gesamten Schulgelände zu untersagen. Ausnahmen sind für den Einsatz im Unterricht sowie für Schüler mit Behinderungen vorgesehen.

Handy-Verbot: In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits ein Verbot

Hintergrund des Gesetzes sind zunehmende Sorgen über die Auswirkungen exzessiver Smartphone-Nutzung. Nach Regierungsangaben gelten rund 43 Prozent der Jugendlichen zwischen zehn und neunzehn Jahren als stark abhängig von ihren Geräten, wie „BBC“ berichtet. Umfragen zufolge berichten viele Schülerinnen und Schüler, dass soziale Medien ihre Konzentration und ihren Alltag beeinträchtigen.

Das Parlament stimmte mit klarer Mehrheit für das Verbot, das parteiübergreifend unterstützt wurde. Internationale Entwicklungen spielten dabei ebenfalls eine Rolle: In mehreren europäischen Ländern sowie in Australien gibt es bereits ähnliche Einschränkungen.

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Die Maßnahme stößt in Südkorea allerdings auch auf Kritik. Schülerorganisationen und einige Pädagogen äußern die Sorge, dass ein generelles Verbot nicht die eigentlichen Ursachen der Problematik bekämpfe.