Nach der Messerattacke auf einen US-amerikanischen Touristen in einer Straßenbahn in Dresden ist einer der mutmaßlichen Täter in Untersuchungshaft genommen worden. Der 21-Jährige wurde am Dienstag festgenommen und einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden vorgeführt, der Haftbefehl gegen ihn erließ, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte.

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Der Mann sei dringend verdächtig, an dem Messerangriff auf den 20-jährigen Amerikaner beteiligt gewesen zu sein und das Opfer selbst mit einem gefährlichen Gegenstand verletzt zu haben.
We strongly condemn the brutal attack on an American citizen in Dresden. While courageously intervening to protect a fellow passenger, he was viciously attacked. We urge German authorities to swiftly bring the perpetrators to justice and punish them to the fullest extent…
— US-Botschaft Berlin (@usbotschaft) 25. August 2025
Inzwischen hat die US-Botschaft in Berlin die Tat in einem Post auf X verurteilt: „Während er mutig eingriff, um eine Mitreisende zu beschützen, wurde er bösartig angegriffen“, schreibt die Botschaft über die Attacke. Sie forderte ein schnelles und entschiedenes Vorgehen gegen die Täter: „Wir drängen die deutschen Behörden dazu, die Täter schnell zur Rechenschaft zu ziehen und sie im gesetzlich höchstmöglichen Maß zu bestrafen.“
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In der Nacht zum Sonntag sollen zwei Männer in einer Straßenbahn zunächst Frauen belästigt haben. Der Amerikaner, der seine frühere Gastfamilie in Deutschland besuchte, ging nach Polizeiangaben dazwischen. Bei der anschließenden Auseinandersetzung sei er durch einen der Täter mit dem Messer ins Gesicht gestochen worden. Er wurde in einem Krankenhaus behandelt – Lebensgefahr bestand nicht.
Die zwei Tatverdächtigen flüchteten den Angaben zufolge zunächst. Einen der beiden, den 21-Jährigen, konnte die Polizei noch in der Nähe fassen. Er kam zunächst in einem Gewahrsam, wurde dann aber später wieder freigelassen. Nun wurde er wegen neuer Erkenntnisse wieder festgenommen. Gegen beide Verdächtige wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Zum Stand der Ermittlungen wollten sich Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden nicht äußern.
Die Anteilnahme für das Opfer ist auch in den USA groß: Auf der Plattform „GoFundMe“ wurde am Montag eine Spendenkampagne für den Angegriffenen ins Leben gerufen, nach eigenen Angaben von der Freundin des Bruders des Opfers. Bis Dienstag, 11 Uhr, gingen bereits 45.000 US-Dollar ein. Mit dem Geld soll die weitere Behandlung des Amerikaners finanziert werden.
jst/dpa, AFP





