- In Menden (NRW) ist am Freitagnachmittag eine Person erschossen worden
- Die Polizei fahndet mit einem Foto nach dem Tatverdächtigen Kenan Mehovic
- Eine weitere Person wurde verletzt und in eine Klinik gebracht
Ausnahmezustand im beschaulichen Menden (52.000 Einwohner) im Sauerland (Nordrhein-Westfalen). Am frühen Freitagnachmittag sind dort ersten Erkenntnissen zufolge zwei Menschen angeschossen worden. Gegen 14 Uhr alarmierten Anwohner die Polizei; zuvor waren, so berichten es Zeugen, „zwei oder drei Schüsse“ gefallen. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, fanden sie zwei Verletzte.

Eine Person ist laut Polizei trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Tatort gestorben, eine weitere wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik im nahen Dortmund (25 km) geflogen. Mittlerweile hat die Polizei beiden Opfer identifiziert. Der Tote sei ein 45 Jahre alter Deutscher, der Schwerverletzte ein 49 Jahre alter Türke, sagte ein Sprecher.
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Der Täter ist aktuell auf der Flucht, die Polizei fahndet nach einem 40-Jährigen aus Menden, der laut Informationen aus Sicherheitskreisen mit einem Auto geflüchtet sein soll. Eine Gefahr für die Bevölkerung soll aber nicht bestehen. Dennoch sei es „eine sehr dynamische Lage“, sagte ein Polizeisprecher vor Ort der Westfalenpost, die wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört. In der Nacht veröffentlichte die Polizei ein Foto des 40-jährigen Verdächtigen mit serbisch-montenegrinischer Staatsangehörigkeit und bat um Hinweise zu dessen Aufenthaltsort. Kenan Mehovic trage möglicherweise eine scharfe Schusswaffe, warnt die Behörde.
Außerdem wurde zunächst eine 40-jährige Frau festgenommen, die am Samstag wieder aus dem Gewahrsam entlassen wurde. Nach dpa-Informationen war die Frau mit dem 40-jährigen mutmaßlichen Täter nach den Schüssen in einem Wagen weggefahren und später aus unbekannten Gründen allein zum Tatort zurückgekehrt.
An dem Haus am Tatort befindet sich eine Baustelle. Dort hat sich nach dpa-Informationen auch der spätere Täter aufgehalten. Aus noch unbekannten Gründen hat es dort Streit mit den beiden späteren Opfern gegeben. Laut „Tagesschau“ soll der Schusswechsel auf offener Straße stattgefunden haben. Der Tatort ist derzeit weiträumig abgesperrt, die Spurensuche ist im Einsatz. Die Hintergründe sind derweil völlig unklar.
nfz/dpa



