Die Region im Westen von Köln ist eigentlich vor allem für Relikte aus der Römerzeit bekannt. Doch am Rand des Tagebaus Hambach im Rheinischen Braunkohle-Revier haben Archäologinnen und Archäologen nun die Trümmer eines 1943 im Zweiten Weltkrieg abgestürzten britischen Militärflugzeugs geborgen.

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Die Überreste seien laut Tünde Kaszab-Olschewaki, für den Tagebau Hambach zuständige Archäologin des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland, in vier Meter Tiefe in der Nähe der Abbruchkante des Tagebaus ausgegraben worden.

Archäologen verblüfft: Auch sterbliche Überreste wurden entdeckt

Das Grabungsteam habe vor allem kleine Trümmer der Maschine gefunden sowie sterbliche Überreste von Menschen, vermutlich von Besatzungsmitgliedern. Eine DNA-Analyse der Knochen müsse noch erfolgen, sagte die Archäologin. „Wir möchten, dass sie bestattet werden.“ Die britischen Behörden seien informiert. Die Fundstelle am Tagebau sei bereits wieder eingeebnet.

Bomber aus dem 2. Weltkrieg gefunden
Der britische Bomber vom Typ Short Stirling MK III ist am 31.07.1943 nach einem Angriff auf Remscheid auf dem Rückweg zu seiner Basis von der Flugabwehr getroffen worden und stürzte in der Nähe von Manheim ab. © Federico Gambarini/dpa | Federico Gambarini

Die siebenköpfige Besatzung der Short Stirling, eines der größten britischen Bomber im Zweiten Weltkrieg, war auf dem Rückflug von einem Einsatz in Remscheid in der Nähe von Kerpen-Manheim abgestürzt und ausgebrannt. Drei Soldaten konnten sich damals mit dem Fallschirm retten, die übrigen vier gelten als vermisst.

Spannende Achäologie-Artikel – für Sie recherchiert

Die Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel hatte Hinweise auf die Absturzstelle gegeben. Der Verein möchte dazu beitragen, Fliegerschicksale aus der Zeit von 1939 bis 1945 aufzuklären.

dpa