Die griechischen Feuerwehren bieten alles auf, was sie haben: 5000 Männer und Frauen kämpften am Mittwoch in zahlreichen Landesteilen gegen Dutzende großer Wald- und Buschbrände. Tausende freiwillige Helfer sind ebenfalls im Einsatz. Unterstützt werden die Mannschaften von 33 Löschflugzeugen und Hubschraubern, die Wasser über den Feuerfronten abwerfen.

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Aber vielerorts sind die Feuerwehren machtlos gegen die Flammen. Sie werden von starken Winden immer wieder angefacht und entwickeln sich zu regelrechten Feuerstürmen. Dutzende Häuser sind bereits abgebrannt, zahllose Herden und Wildtiere in den Flammen verendet.
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Waldbrände: Erschöpfte Feuerwehrleute in Griechenland – Foto geht viral
„Die Männer und Frauen der Feuerwehren sind erschöpft, ihr Einsatz ist heldenhaft“, sagte der Feuerwehroffizier Kostas Tsingas im Fernsehen. Ein Foto auf X zeigt völlig erschöpfte Feuerwehrleute, die neben ihren Löschfahrzeugen auf der Straße liegen, um etwas Schlaf zu finden. Das am Mittwochmorgen von einem Passanten aufgenommene Bild ging durch alle griechischen Medien.
13 Feuerwehrleute seien mit Verbrennungen und anderen Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete der Feuerwehrsprecher Vasilis Vathrakogiannis bei seinem täglichen Lagebericht am Mittwoch. „Heute wird ein weiterer sehr schwieriger Tag, die Brandgefahr ist im ganzen Land extrem hoch“, sagte der Sprecher. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis besuchte am Mittwochmittag das Krisenzentrum im Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz, um sich ein Bild von der Situation zu machen.
Hafenstadt Patras: Flammen zwingen über 7000 Menschen zur Flucht
Am gefährlichsten war die Lage bei der Hafenstadt Patras. Hier wütet seit drei Tagen ein riesiger Brand. Bereits am Dienstag mussten die 7700 Bewohner der Kleinstadt Kato Achaia evakuiert werden. Sie wurden mit Bussen in Sicherheit gebracht. Am Mittwoch forderte der Zivilschutz die Einwohner weiterer Dörfer auf, ihre Häuser zu verlassen. Die Flammen vernichteten zahlreiche Häuser, wüteten in Wäldern und Olivenhainen und griffen auf eine Zementfabrik über.
Am Mittwochmittag bewegten sich die Feuerfronten auf das Gelände der Universität von Patras zu. Dort befindet sich auch eine große Universitätsklinik. In einigen Vororten von Patras seien die Strom- und Wasserversorgung ausgefallen, berichtete der Bürgermeister der Hafenstadt, Kostas Peletodis.
Löschfahrzeuge sind Mangelware: Athen bittet EU um Hilfe
Auf der Insel Chios mussten zahlreiche Touristen von zwei Stränden evakuiert werden. Boote der Küstenwache brachten die Menschen übers Meer in Sicherheit, als die Flammen eines großen Waldbrandes dem Strand immer näher kamen. Viele Ortschaften auf Chios sind wegen der Feuer ohne Stromversorgung. Auch auf den Ferieninseln Zakynthos und Kefalonia sowie bei der westgriechischen Stadt Preveza wüteten Brände.
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Allein zwischen Dienstagmittag und Mittwochmittag wurden in ganz Griechenland 152 Brände gemeldet. Die Regierung in Athen hat angesichts der Notlage bei der EU um Hilfe gebeten und vier Löschflugzeuge über den EU-Katastrophenschutz angefordert. Aber Löschflugzeuge sind derzeit Mangelware, denn auch in Spanien, Portugal, Frankreich und den Balkanländern wüten heftige Brände.







