Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten stemmen sich gegen die drohende Vergreisung ihrer Zuschauerschaft. Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter der ARD- und ZDF-Zuschauer bei 60 Jahren, was aus Sicht der Verantwortlichen neue Strategien erforderlich macht. Mit mehr Streamingangeboten und einer konsequenten Digitalstrategie scheint das zuletzt gelungen zu sein. Die ARD-Akzeptanzstudie 2025 lieferte den Nachweis, dass der Sender bei den 14-24-Jährigen den Marktanteil um drei Prozentpunkte, bei den 25-49-Jährigen gar um fünf Punkte steigern konnte.

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Nun soll sich auch bei den Polit-Talk-Formaten etwas tun. Und einer, der die Transformation ins Digitale vorantreiben soll, ist Louis Klamroth. Der 35-Jährige, der vom Alter her perfekt in die Zielgruppe passt, bekommt eine neue Sendung. „Press Play“ soll sie heißen und ist speziell für die ARD-Mediathek entwickelt worden. Die ARD stellt das vom Westdeutschen Rundfunk produzierte Format als „Politik-Show“ vor. Ab 29. September sind drei halbstündige Folgen abrufbar. Das Motto heiße „Politik trifft Popkultur – vor dem Fernseher mit Louis Klamroth“.
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Zum Konzept der Streaming-Sendung berichtet die ARD: „Was regt an, was regt auf, was haben wir alle gesehen und was verbindet uns? Louis Klamroth lädt prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft zum Fernsehabend mit Tiefgang.“ Und weiter: „In ‚Press Play‘ werden Ausschnitte aus dem TV und Internet zum Ausgangspunkt für Gespräche über Haltung, Humor und Herkunft. Reaktionen, die mehr verraten als jede vorbereitete Antwort. Ein Format für alle, die Talk über Politik mal anders sehen und hören wollen.“
„Press Play“ ist eines von mehreren Streaming-Formaten, die Klamroth und die ARD gerade ausprobieren. Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass die ARD-Verantwortlichen Klamroth zusätzlich zu seiner Polit-Talkshow „Hart aber fair“ mehr Platz einräumen und damit die Jugend ansprechen wollen.
ARD setzt vorerst weiter auf „klassische“ Talkshows
Man wolle den politischen Diskurs mit innovativen Formaten weiter entwickeln und somit zukunftsfähig machen, hieß es aus ARD-Kreisen. Vor allem wolle man jüngere Menschen ansprechen, die man mit dem klassischen Fernsehen nicht mehr erreiche.
Den Angaben zufolge soll das bestehende Talkshow-Konzept mit „Miosga“, „Maischberger“ und „Hart aber fair“ um zwei Jahre bis einschließlich 2027 verlängert werden. Dies stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Rundfunkräte von WDR und NDR.
tok mit dpa





