• Der ZDF-„Fernsehgarten“ musste am Sonntag wegen eines Unwetters evakuiert werden
  • Die Moderatoren Andrea Kiewel und Rudi Cerne wichen zwischenzeitlich in ein kleines Studio aus
  • Die Indoor-Show wird zu einer denkwürdigen Improvisation

Es sollte das Highlight der diesjährigen „Fernsehgarten“-Saison werden: die legendäre Mallorca-Ausgabe mit Ballermann-Stars, guter Laune und Sommer-Feeling. Doch wer pünktlich um 12 Uhr im ZDF einschaltete, ahnte nichts Gutes. Dunkle Wolken hingen über dem Mainzer Lerchenberg und dem Open-Air-Gelände.

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Der erste Act, Tim Toupet und Schürze, konnte noch auftreten. Doch nach nur zehn Minuten musste Moderatorin Andrea Kiewel abbrechen. Blitze, sintflutartiger Regen – der Fernsehgarten musste wegen Gewitter evakuiert werden.

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ZDF-Fernsehgarten evakuiert: Erst Evakuierung, dann wird improvisiert

Bitter: Die rund 6000 Zuschauer, die bunt gekleidet im Mallorca-Look dabei waren, mussten das Gelände verlassen. „Bringt euch in Trockenheit“, appellierte Kiewel. „Es wäre die fetteste Banger-Show des Jahrtausends geworden“. Sie konnte es kaum fassen, die Sendung habe doch gerade erst angefangen.

Über eine Anzeigentafel werden die Besucher des ZDF-„Fernsehgarten“ über den zwischenzeitlichen Abbruch der Sendung informiert.
Über eine Anzeigentafel werden die Besucher des ZDF-„Fernsehgarten“ über den zwischenzeitlichen Abbruch der Sendung informiert.© Karsten Schmalz/KS-Images.de/dpa | Karsten Schmalz

„Blitze sind eben blöd. Wenn es nicht zu lange dauert, können wir vielleicht wiederkommen.“ Sah zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht so aus. Kiewel, Co-Moderator Rudi Cerne sowie die Malle-Stars Lorenz Büffel, Jürgen Milski und Isi Glück wurden mit Regenschirmen ins sogenannte Gartenstudio auf dem Gelände gebracht. Da sei ein Fluch über der Mallorca-Show, scherzte Kiewel im Gehen zum Studio. 2019 war die traditionsreiche Ausgabe mit Ballermann-Stars schon einmal wegen Unwetters ins Studio verlegt worden. 

Zumindest die TV-Zuschauer mussten nicht zu sehr enttäuscht sein. Die Indoor-Show: ein Feuerwerk der Improvisation.

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In einem kleinen, dunklen Studio, notdürftig dekoriert mit Schwimmtieren und Strand-Accessoires, traten Stars wie Mickie Krause und Anna-Maria Zimmermann auf und versuchten, zumindest den Zuschauern an den TV-Geräten musikalisch einzuheizen. Es wurden Ballermann-Hits performt, Sänger Jürgen Milski zog auf der Bühne seine Hose aus, Lorenz Büffel und Oli P. erklommen während ihres Auftritts die Studio-Traversen. Spanische Spezialitäten wurden gekocht, Andrea Kiewel skandierte „Wir wollen die Tapas sehen“ und „Schnittlauch, Schnittlauch, alle lieben Schnittlauch“.

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Rudi Cerne steht die Skepsis ins Gesicht geschrieben

Zuschauern an den Bildschirmen fiel vor allem die Rolle von Rudi Cerne auf. Der ZDF-Mann präsentiert normalerweise Sport-Übertragungen und ist das Gesicht von „Aktenzeichen XY“. Dass er Teil dieser Mallorca-Ausgabe war: so oder so überraschend. Dass er unter diesen dynamischen Umständen auf gefühlt 20 Quadratmetern durch eine Sendung mit grölenden Ballermann-Stars führen musste: noch viel überraschender. Die Freude über seinen Moderationsjob: verhalten.

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Eigentlich ist Alkohol bei der Mallorca-Ausgabe traditionell tabu. Einigen Stars war das egal. Sie holten Bierflaschen aus dem Kühlschrank und tranken sich die improvisierte Show schön.

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Ab 13.30 Uhr konnten die Künstler wieder auf dem Open-Air-Gelände auftreten, das Unwetter hatte sich wieder verzogen. Einige Zuschauer waren sogar in der Fernsehgarten-Outdoor-Arena dabei, allerdings handelte es sich dabei um Sanitäter, Freunde, Familie und Mitarbeiter der Show. Der Mallorca-Fernsehgarten 2025 fiel ins Wasser und war in dieser Form nicht geplant – unterhaltsam war er trotzdem.