Warnung im hohen Norden der USA: Nach einem Erdbeben der Stärke 7,2 vor der Küste Alaskas haben die Behörden für die Region eine Tsunami-Warnung ausgerufen. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Die Behörden zogen die Warnung zurück. Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am Mittwoch knapp 90 Kilometer südlich des Ortes Sand Point auf der Insel Popof Island, südwestlich des Festlandes von Alaska.

Erdbeben in 20 Kilometer Tiefe vor Alaska

Zuvor hatte das Nationale Tsunami-Warnzentrum einen Tsunami bestätigt und erklärt, es werde „einige Auswirkungen“ geben. Die Tsunamiwarnung galt für einen dünn besiedelten Küstenabschnitt von mehr als 1100 Kilometern im Südwesten Alaskas. Das Epizentrum hatte in 20 Kilometer Tiefe gelegen.

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Die Behörden hatten die Einwohner in der betroffenen Küstenregion am Mittwoch aufgefordert, höher gelegene Gebiete aufzusuchen. Bei einem Tsunami breiten sich extrem lange Wasserwellen, ausgelöst durch Verdrängung, bis auf das Festland aus. Für Anchorage, die größte Stadt Alaskas, auf dem Festland des US-Bundesstaates, bestehe keine Tsunami-Gefahr, teilte die örtliche Notfallbehörde mit.

1964 sterben in den USA 130 Menschen in der Folge eines Tsunamis

Laut USGS bestand ein geringes Risiko für Schäden oder gar Opfer. Die Bevölkerung lebe im Allgemeinen in erdbebensicheren Gebäuden, hieß es in einer Erklärung. 

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Alaska liegt auf dem seismisch aktiven sogenannten Pazifischen Feuerring. Der abgelegene US-Bundesstaat wurde im März 1964 von einem Erdbeben der Stärke 9,2 heimgesucht – dem stärksten, das jemals in Nordamerika gemessen wurde. Es verwüstete die Stadt Anchorage und löste einen Tsunami aus, der den Golf von Alaska, die Westküste der USA und Hawaii traf. Mehr als 130 Menschen kamen damals ums Leben. 

dpa/jle