Das deutsche Theater trauert um einen ganz Großen: Claus Peymann ist tot. Das berichtet unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf das familiäre Umfeld des legendären Regisseurs. Demnach starb Peymann nach langer, schwerer Krankheit in Berlin. Der Deutschen Presse-Agentur bestätigte die frühere Geschäftsführerin des Berliner Ensembles, Miriam Lüttgemann, den Tod des ehemaligen Intendanten. Peymann hatte erst vor kurzem seinen 88. Geburtstag gefeiert.

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Claus Peymann, geboren 1937 in Bremen, ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Theaterregisseure und Intendanten. Er begann seine Karriere in den 1960er Jahren und leitete renommierte Bühnen wie das Theater am Turm in Frankfurt, das Schauspielhaus Stuttgart und das Schauspielhaus Bochum.

Von 1986 bis 1999 war er Intendant des Wiener Burgtheaters, wo er durch innovative Inszenierungen und Kontroversen polarisierte. Er prägte auch das Berliner Ensemble (1999–2017) maßgeblich.

Claus Peymann: Theaterstar mit vielen Preisen

Sein Wirken brachte ihm vielfache Ehrungen ein. Unter anderem erhielt renommierte Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz (1991), den Nestroy-Preis für sein Lebenswerk (2016) und das Ehrendoktorat der Universität Wien (1998).

Claus Peymanns berühmteste Inszenierungen umfassen Klassiker und moderne Stücke. Besonders prägend waren „Die Hermannsschlacht“ (Bochum, 1981), Thomas Bernhards „Heldenplatz“ (Wien, 1988), das wegen seiner gesellschaftskritischen Darstellung für große Kontroversen sorgte, sowie Bertolt Brechts „Die Mutter“ (Berlin, 2002). Weitere wegweisende Arbeiten entstanden unter anderem mit Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ in Frankfurt (1966).

Trotz seiner Berühmtheit hatte Peymann sein Privatleben aus der Öffentlichkeit überwiegend herausgehalten. Über Details sprach Peymann so gut wie nicht, in Gesprächen mit den Medien ging es vor allem um seine Kunst und die Politik.

pcl