Eine Ex-Freundin Sean Combs erhebt in dem Prozess um den auch als P. Diddy bekannten US-Rapper schwere Vorwürfe. Combs habe sie jahrelang in von ihm geplanten „Hotelnächten“ zu Sex mit anderen Männern gezwungen. Aus Angst vor dem Verlust ihres Hauses habe sie jedoch weiter an den „Partys“ teilgenommen, sagte die Ex-Freundin unter dem Pseudonym Jane vor Gericht in New York, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

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Bis heute noch zahle Combs die Miete für ihr Haus in Los Angeles. Außerdem übernehme er sogar ihre Anwaltskosten. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Frau ausgesagt, dass Combs „Hotelnächte“ mit Drogen und sexuellen Begegnungen organisiert habe, an denen sie sich gezwungen gefühlt habe, gegen ihren Willen daran teilzunehmen. Sie sei außerdem direkt von Combs schwer sexuell und körperlich misshandelt worden.

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„Ich will nicht mehr dazu gezwungen werden, diese Nächte mit dir durchzuführen, aus Angst davor, das Dach über meinem Kopf zu verlieren“, habe sie ihm gesagt. Sie wolle „diese Rolle nicht mehr spielen“. „Das ist dunkel, schäbig und führt dazu, dass ich mich selbst anekele.“ Zudem habe sie Angst gehabt, dass Combs Videos der Sex-Veranstaltungen anderen Menschen zeigen würde. 

Combs habe sie jahrelang sexuell und physisch missbraucht, sagte die Ex-Freundin. Er habe sie unter anderem geschlagen, getreten, gewürgt und gezwungen, Drogen zu nehmen. Mindestens einmal habe er sie gezwungen, bei den Misshandlungen entstandene Verletzungen unter anderem mit Make-Up zu überdecken. 

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Vorwürfe ähneln denen von weiterer Ex-Freundin Cassie Ventura

Die Aussagen der Frau ähneln in weiten Teilen jenen einer weiteren Ex-Freundin und Hauptbelastungszeugin, Cassie Ventura. Diese hatte zu Beginn des weltweit beachteten Prozesses ebenfalls über ihre vergangene Beziehung mit Grammy-Gewinner Combs und dessen mutmaßliche sexuelle Nötigung berichtet.

Der 55 Jahre alte Musiker wird des Sexhandels, organisierter Kriminalität und weiterer Straftaten beschuldigt. Der Rapper bestreitet sämtliche Anschuldigungen und plädierte auf nicht schuldig. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Der Prozess könnte sich noch über mehrere Wochen ziehen.

dpa/os