In den vergangenen Tagen war vielerorts in Deutschland erneut das Phänomen der sogenannten „Blutsonne“ zu beobachten. Besonders während des Auf- und Untergangs erschien der Himmelskörper in knalligem rot-orangenen Farbton. In den sozialen Medien sorgte das Phänomen bei vielen Menschen für Erstaunen.

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Die Ursache für das Schauspiel liegt tausende Kilometer entfernt – in den Wäldern Kanadas. Dort wüten seit Wochen massive Waldbrände und es entstehen Rauchschwaden, die kilometerhoch in die Atmosphäre aufsteigen. Von starken Westwinden werden sie über den Atlantik bis nach Europa getragen.
Blutsonne: Waldbrände in Kanada sorgen für Phänomen in Deutschland
Das Phänomen der „Blutsonne“ entsteht, wenn Sonnenlicht durch atmosphärische Partikel wie Rauch oder Staub gefiltert wird. Dabei streuen kleinste Partikel die kurzwelligen blauen und grünen Lichtanteile heraus, während langwellige rote und orange Anteile dominieren. Dieser Effekt verstärkt sich bei tiefstehender Sonne (Auf- und Untergang), da das Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegt.
Rote Sonne #Mainz #Rhein #NoFilter pic.twitter.com/U5d1zbNSBh
— Dino Renvert 🦕 (@derdino) 25. März 2025
Für die Gesundheit besteht nach Angaben von Experten keine Gefahr. Die Rußpartikel schweben in großer Höhe – zwischen drei und zwölf Kilometern – und beeinflussen die Luftqualität am Boden kaum.
In den WhatsApp-Stati vieler Menschen war das Schauspiel dokumentiert. „Das habe ich so noch nie gesehen“, schrieb zum Beispiel ein User aus Meschede, wo das Schauspiel gut zu beobachten war. Die Sonne wirke, als sei sie künstlich eingefügt worden oder bearbeitet.
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Modellanalysen des Atmosphärenüberwachungsdienstes Copernicus zeigen, dass dieser Effekt bei stabiler Westwindlage mehrere Tage anhalten kann. Deshalb dürfte die „Blutsonne“ noch einige Tage am europäischen Himmel zu sehen sein – solange die Brände in Kanada weiter lodern und die Wetterlage stabil bleibt.
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