Eklat in Dresden: Eine Männergruppe soll am Donnerstag, an dem in vielen Regionen Deutschlands der Herrentag gefeiert wurde, mit rassistischen Parolen und „Sieg heil“-Rufen aufgefallen sein. Die Szenen erinnern an den Vorfall auf Sylt. Auf der Nordsee-Insel hatten am Pfingstwochenende im vergangenen Jahr ebenfalls junge Menschen Nazi-Parolen gegrölt. Die nächste Parallele: Auch im aktuellen Fall in Dresden war wieder das rassistisch umgedichtete Lied „L‘amour Toujours“ gesungen worden.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Videos kursierte im Internet, die die Szenen zeigen sollen. Wie verschiedene Medien berichteten, hatten sich die Männer am Milchpavillon am Elbufer versammelt. Alkohol wurde konsumiert.

Nazi-Parolen in Dresden: Polizei ermittelt

Wie „Tag24“ berichtet, habe die Polizei bereits die Ermittlungen aufgenommen. „Wir sind dran“, wird ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden zitiert. Eine Anzeige gegen die Beteiligten wegen der Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sei bereits erstattet worden.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Unter anderem das Bündnis „Dresden Nazifrei“ hatte am Donnerstag auf den Vorfall beim Kurznachrichtendienst X aufmerksam gemacht. In einem Beitrag ist von 30 beteiligten Personen die Rede, die auch andere Personen angepöbelt haben sollen. Offiziell bestätigt ist dies jedoch nicht.

Auf Sylt grölten Feiernde fremdenfeindliche Parolen

Der Fall auf Sylt hatte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt und sogar Reaktionen aus der Politik zur Folge gehabt. Dort war Partyhit von Gigi D‘Agostino mit fremdenfeindlichem Text im Club Pony skandiert worden. „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!“, diese Zeilen inklusive der Personen, die sie sangen, machten damals im Netz die Runde. Der Club-Inhaber distanzierte sich öffentlich von dem Vorfall.

Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat ihre Ermittlungen gegen drei von vier Personen inzwischen eingestellt. Der Straftatbestand der Volksverhetzung sei nicht erfüllt, teilte die Behörde Ende April mit.