Geht von Asteroiden, die um den Planeten Venus kreiseln, eine Gefahr für die Erde aus? Eine neue Studie der Universität São Paulo legt das nahe. Sie trägt den sehr sperrigen Titel „The invisible threat: assessing the collisional hazard posed by the undiscovered Venus co-orbital asteroids“. Zu Deutsch: „Die unsichtbare Bedrohung: Bewertung der Kollisionsgefahr durch die unentdeckten Asteroiden in der Venus-Umlaufbahn“. Zuerst hatte das Portal „Heise“ darüber berichtet.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Demnach sei das Team um Valerio Carruba auf 20 koorbitale Asteroiden gestoßen, die noch unentdeckt waren. Jetzt gehe es darum, einzuschätzen, wie groß die Bedrohung durch die Asteroiden sein könnte. Dazu sollen sie von Erd- und Weltraumobservatorien aus untersucht werden.
Auch interessant
Die Forscher stellen allerdings fest, dass es ein großes Problem bei den Asteroiden gebe: Sie seien „hochgradig chaotisch“. Wegen dieser Dynamik sei es schwer vorherzusehen, wie sich ihre Umlaufbahn künftig verhalten werde.
Venus-Asteroiden: Dann sind sie für die Erde gefährlich
Ein Venus-Asteroid gilt dann als gefährlich, wenn er einen Durchmesser von mindestens 140 Metern hat und weniger als knapp 7,5 Millionen Kilometer von der Erdumlaufbahn entfernt ist. Mithilfe eines Systems ist es den Forschenden gelungen, ganze 36.000 Jahre unseres Sonnensystems daraufhin zu simulieren, ob und wie nahe einer der Asteroiden kommen könnte.
Auch interessant
Das Ergebnis: Die Asteroiden könnten der Erde durchaus gefährlich werden. Doch da taucht bereits ein weiteres Problem auf: Es ist nicht einfach, die Kleinplaneten zu entdecken und zu observieren. Denn sie müssen gegen die Sonne beobachtet werden, da sie auf einer Bahn um die Sonne kreisen, die sich innerhalb der Bahn der Erde befindet.
Die Venus ist der Planet, der auf seiner Umlaufbahn der Erdbahn mit einem minimalen Abstand von 38 Millionen Kilometern am nächsten kommt. Sie ist ähnlich groß wie die Erde. Die Atmosphäre ist allerdings komplett anders als bei uns hier: Sie besteht zu 96 Prozent aus Kohlenstoffdioxid.
fmg/dw






