Ein verstörender Vorfall auf der Nordseeinsel Föhr beschäftigt derzeit Polizei und Tierschützer: In der Nähe des Ortes Oevenum sind 13 geköpfte Graugansküken sowie ein ebenfalls enthauptetes Elterntier gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, hat sie Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.

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Die Tiere lagen verstreut in der Marschlandschaft nahe des Siedlerwegs. Ein weiteres Jungtier konnte lebend geborgen und zur Versorgung in das Tierheim Tierhuus Föhr gebracht werden. Dort bemühen sich Tierpflegerinnen und Tierpfleger um die Stabilisierung des verletzten Tiers.

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Vorsätzliche Tierquälerei? Hintergründe bislang unklar

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Ob es sich um vorsätzliche Tierquälerei handelt oder die Tiere möglicherweise durch ein Fahrzeug überfahren wurden und anschließend von Wildtieren beschädigt wurden, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei schließt derzeit keine Möglichkeit aus. „Die in diesem Alter flugunfähigen Jungvögel könnten beim Überqueren der Straße von einem Fahrzeug erfasst worden sein“, heißt es in einer Mitteilung. Raubtiere könnten anschließend die Köpfe entfernt haben.

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Tierschützer hingegen befürchten eine gezielte Tötung der Tiere. Die Organisation PETA Deutschland hat gemeinsam mit einer Privatperson eine Belohnung in Höhe von insgesamt 2.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur rechtskräftigen Verurteilung des oder der Täter führen. Auch der Verein Tierhuus Insel Föhr, der die Auffangstation für Wildtiere betreibt, zeigt sich bestürzt über die Tat. Der Fall habe „großes Entsetzen“ auf der Insel ausgelöst, heißt es in einem öffentlichen Statement.

Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren droht

Tierquälerei ist ein Verstoß gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes. Demnach droht demjenigen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, der ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet.

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Nach Angaben der Polizei wurden erste Hinweise aus der Bevölkerung aufgenommen und werden nun ausgewertet. Die Behörden bitten mögliche Zeuginnen und Zeugen, sich mit sachdienlichen Informationen an die Polizeistation in Wyk auf Föhr zu wenden.