In der abgeschiedenen Ferienregion Lötschental im Schweizer Kanton Wallis herrscht seit mehreren Tagen Alarmbereitschaft. An der steilen Ostflanke unterhalb des knapp 4000 Meter hohen Bietschhorns droht ein Felssturz von erheblichem Ausmaß. Das auf 1540 Metern Höhe gelegene Bergdorf Blatten wurde vollständig evakuiert.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Der Felsabbruch steht unmittelbar bevor“, sagte Matthias Ebener, Sprecher des regionalen Führungsstabs, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bereits in der vergangenen Woche war ein Teil des Berghangs ins Rutschen geraten. Nach Angaben der „Bild“ haben sich bislang rund 1,5 Millionen Kubikmeter Gestein gelöst, die überwiegend von einem natürlichen Felskessel aufgehalten wurden. Am Montagabend kam es zu einem weiteren Abbruch: Etwa 200.000 Kubikmeter Felsmasse rutschten über den Birchgletscher talwärts. Die Gesamtmenge des gefährdeten Materials wird auf bis zu fünf Millionen Kubikmeter geschätzt. „Es könnten im schlimmsten Fall bis zu fünf Millionen Kubikmeter Gestein den Berg hinab donnern“, sagte Alban Brigger von der Abteilung Naturgefahren des Kantons Wallis.
Auch interessant
Blatten liegt auf 1540 Metern Höhe oberhalb des Rhonetals und ist das letzte Dorf im Lötschental. Touristen hielten sich zum Zeitpunkt der Evakuierung nicht mehr im Ort auf. Die Wanderwege der Region waren bereits in der Vorwoche aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. „Die Situation ist ernst. Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor“, hieß es gegenüber dem Nachrichtenportal 20 Minuten. Ob und wann eine Rückkehr in das Dorf möglich sein wird, ist derzeit unklar. Die Behörden wollen am Mittwoch über die weitere Entwicklung informieren.
Mit dpa






