Braunalgen breiten sich derzeit vermehrt in der Ostsee aus. Wie die „Bild“ berichtet, ist der Kleine Belt in Dänemark inzwischen voll von der Alge. Das hat dramatische Folgen. Denn die Braunalge legt sich dort wie ein Schleier über das Meer, sie nimmt so jegliches Licht und erstickt das Leben am Meeresboden.

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Auch im Limfjord, einem Meeresarm in Dänemark, breitet sich die Braunalge derzeit laut „Bild“ auf einer kilometerlangen Fläche aus. Am Boden bleibt nur braunschwarze, faulige Biomasse zurück. Auch an der deutschen Ostseeküste, etwa vor Warnemünde, ist das Problem bekannt.

Dabei ist die Alge an sich ist nicht das Problem. Denn grundsätzlich ist sie ein wichtiger Teil des Ökosystems. Wie es etwa beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in einem Beitrag heißt, ist die Braunalge der größte Biomassenproduzent in der Ostsee. Blasentang binde Stickstoff und Schwermetalle aus dem Wasser und habe somit eine reinigende Funktion.

Algenblüte an der Ostsee: Dänemark will strengere Düngevorschriften

Zum Problem wird die Braunalge vor allem durch Überdüngung und die Erderwärmung. Wenn die Temperaturen steigen und übermäßig viele Nährstoffe in das Wasser fließen, breitet sich die Alge massenhaft aus – so wie aktuell in Teilen der Ostsee. Es kommt dann zu einer sogenannten Algenblüte.

Die Folge: „Sinken sehr viele abgestorbene Algen und pflanzliche Überreste auf den Grund, brauchen die Mikroorganismen beim Abbau dieses organischen Materials den Sauerstoff nach und nach auf, bis schließlich nur noch wenig oder gar kein Sauerstoff mehr im Tiefenwasser gelöst ist“, heißt es beim Umweltbundesamt. Wie unter anderem der „Nordkurier“ berichtet, will die dänische Regierung jetzt mit strengeren Düngevorschriften gegensteuern. Experten gehen jedoch nicht davon aus, dass das ausreichend ist.

lro