Noch ist unklar, warum die „Cuauhtémoc“ gegen die Brooklyn Bridge krachte. Bislang gehen die Ermittler von einem Maschinenschaden aus; das Schiff soll Antriebskraft verloren haben und von der Strömung gegen die Brücke gedrückt worden sein. Ein Reisedatenrekorder soll nun ausgewertet werden, die Behörden erhoffen sich davon Hinweise auf mögliche technische Defekte oder Steuerungseingaben seitens der Besatzung, berichtet der Sender CNN.

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Fest steht: Die „Cuauthémoc“ hätte sich nie in Richtung der historischen Hängebrücke bewegen dürfen – allein weil ihre Masten mit einer Höhe von bis zu 48 Metern die Durchfahrtshöhe der Brooklyn Bridge (38 Meter) um ganze zehn Meter überragen.
Die übrigen technischen Daten in Kürze: Das Schiff ist rund 91 Meter lang und 12 Meter breit, hat einen Tiefgang von 5,4 Metern und eine Verdrängung von 1800 Tonnen. Die Crew besteht aus 153 Seeleuten, dazu kommen die Mitglieder der Lehrgänge, bis zu 84 Menschen. Heimathafen ist Acapulco.
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Berühmte Tante: Die „Cuauhtémoc“ ist „Mexikos Gorch Fock“
Nicht nur Kennern dürfte indessen aufgefallen sein, dass der Dreimaster der mexikanischen Marine große Ähnlichkeiten aufweist mit einem, in Deutschland, wesentlich bekannteren Schiff: der „Gorch Fock“, dem Segelschulschiff der Bundeswehr.
Tatsächlich handelt es sich bei der „Cuauhtémoc“ um einen Nachbau, bei dem der Linienriss – die Konstruktionszeichnung für den Rumpf – des deutschen Seglers offenbar Pate gestanden hat. Anders als die „Gorch Fock“ wurde die „Cuauthémoc“ aber nicht auf einer Werft von Blohm & Voss, sondern in Spanien gebaut, im Jahr 1981 und später dann in Dienst der mexikanischen Marine gestellt, die ihre Kadetten und Offiziere an Bord ausbildet.
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Trotz vielen Abweichungen im Detail, etwa der Segelfläche oder Maschinenleistung und den Aufbauten, ist die Ähnlichkeit zwischen beiden Schiffen so groß, dass die „Kieler Nachrichten“ die mexikanische Bark schon als „Mexikos Gorch Fock“ begrüßten.
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Wichtiges Aushängeschild für Mexiko
Ihren Namen erhielt die „Cuauthémoc“ derweil vom letzten Aztekenherrscher Cuauthémoc, der Anfang des 16. Jahrhunderts in der Hauptstadt Tenochtitlán regierte und Widerstand gegen die spanischen Konquistadoren leistete. Übersetzt bedeutet der Name „Herabstürzender Adler“.
Für Mexiko ist die „Cuauthémoc“, ähnlich wie die deutsche „Gorch Fock“ eine Art Botschafterin. Regelmäßig nimmt das Schiff etwa an internationalen Großsegler-Regatten teil. Zweimal gewannen Besatzungen mit ihr die Tall Ship‘s Races, eine Langstreckenregatta, die seit 1956 regelmäßig ausgetragen wird.
pcl






