Constantin Schreiber hört als „Tagesschau“-Sprecher auf. Die ARD erklärte, dass Schreiber auf eigenen Wunsch gehe. „Alles hat seine Zeit“, zitiert der 45-Jährige bei Instagram nach eigenen Angaben aus der Bibel. „Für mich ist es Zeit für Neues, und damit Zeit, Abschied zu nehmen von der tagesschau.“ Schreiber arbeitet seit achteinhalb Jahren für die Sendung,  seit 2021 auch als Sprecher des Flaggschiffs, der 20-Uhr-„Tagesschau“. 

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Schreiber bedankte sich auch bei den Zuschauerinnen und Zuschauern. „Meine letzte Sendung ist nächste Woche Sonntag, am 25. Mai. Ich freu‘ mich, wenn ihr dabei seid und werde zum Abschied vielleicht einmal zuzwinkern.“ Auf dem geposteten Foto von ihm bei Instagram war zu lesen: „Es war mir eine Ehre!“

Schreiber sorgte mit zwei Büchern zum Islam für Aufsehen

Wie es für Schreiber in Zukunft weitergehen wird, ist noch nicht bekannt. Der 45-Jährige, der perfekt Arabisch spricht und früher für das arabische Programm der Deutschen Welle arbeitete, ist auch als Autor tätig. Seine Sachbücher „Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“ (2017) und „Kinder des Koran. Was muslimische Schüler lernen“ (2019) erreichten vordere Plätze auf der „Spiegel“-Bestsellerliste, wurden aber auch kontrovers diskutiert.

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Schreiber wurde unter anderem eine islamfeindliche Haltung vorgeworfen, was dazu führte, dass sich Schreiber 2023 entschloss, sich nicht mehr öffentlich zu dem Thema zu äußern. Er begründete diesen Schritt unter anderem mit persönlichen Anfeindungen. So war ihm 2023 bei einer Veranstaltung der Universität Jena von einem linken Aktivisten eine Torte ins Gesicht gedrückt worden.

maischberger Folge 812
Constantin Schreiber machte sich auch als Autor einen Namen.© WDR/Oliver Ziebe | NDR

Leidenschaft für Krimis und Ägypten

Schreiber könnte sich nach seinem TV-Aus verstärkt dem Schreiben von Büchern widmet. Der Journalist hatte zuletzt mit „Kleopatras Grab“ (2024) und „Echnatons Fluch“ zwei Krimis veröffentlicht, die in Ägypten spielen. Für diesen Herbst sind außerdem ein Bildband und ein Kinderbuch geplant.

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Auch als Sachbuchautor ist Schreiber weiter aktiv. Am 6. Juni erscheint das Buch „Angeklagt – Schuldig oder nicht?“, das er zusammen mit dem Münchner Strafverteidiger Alexander Stevens verfasst hat und in dem es laut Verlagsankündigung um spektakuläre, teilweise noch nie erzählte Mordfälle geht. Stevens und Schreiber werden im Anschluss auch auf Lesereise gehen. Langweilig wird es Schreiber also auch nach dem Ausstieg bei der „Tagesschau“ also erst einmal nicht werden.

daw/tok/dpa