„Es hat ganz schön gerumpst“, berichtet Harald Glööckler einen Tag nach dem Erdbeben in Istanbul. Für die Fernsehshow „My Style Rocks“ war der Modedesigner erst vor wenigen Tagen in die türkische Großstadt gereist, als plötzlich die Erde bebte. Er sei geschockt, erzählt er dieser Redaktion am Donnerstag. Hier schildert Glööckler seine Eindrücke. Ebenfalls wegen der Dreharbeiten in Istanbul ist TV-Persönlichkeit Natascha Ochsenknecht.

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„Die Wände haben gewackelt, die Lampen haben geschaukelt. Die Menschen sind panisch auf die Straße gelaufen“, beschreibt Glööckler die Sekunden des Erdbebens in Istanbul am Mittwoch. Um 12.49 Uhr registrierte der Katastrophendienst Afad das bislang stärkste Beben in der Millionenmetropole. Gemessen worden sei eine Stärke von 6,2 mit Epizentrum im vor der Stadt gelegenen Marmarameer.

Erdbeben in Istanbul: 151 Menschen wurden verletzt

Laut offiziellen Berichten seien 151 Menschen verletzt worden, weil sie aus Panik aus großer Höhe gesprungen seien. Schwer verletzt worden sei jedoch niemand.

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Glööckler habe sich gerade in einem Studio befunden, als das Beben begann. Auch er habe sich zunächst ins Freie gerettet und sei anschließend zurück in sein Hotel gefahren. „Es war schwierig, ein Taxi zu bekommen“, sagt er. Im Hotel angekommen, habe er jedoch zunächst nicht in sein Apartment im 33. Stock fahren wollen, sondern verblieb noch eine Weile im Café im Erdgeschoss. „Ich hatte Angst, dass ich im Aufzug stecken bleibe, sollte es ein Nachbeben gibt“, schildert er seinen Gemütszustand.

Natascha Ochsenknecht, die mit Glööckler in der Jury der TV-Shows sitzt, schilderte ihren Followern das Erlebte in einem Video. „Wir haben das hier komplett mitbekommen, sind aus der Halle herausgelaufen wie verrückt“, erklärte Ochsenknecht. Gleich zu Beginn ihres Kurzvideos ließ die 60-Jährige ihre Follower wissen, dass es ihr gut gehe.

Mehr als 100 Nachbeben in der Region um Istanbul

Auch nach dem Beben, das 13 Sekunden lang dauerte, bleibt die Lage angespannt. Seit dem Beben hat es mehr 100 Nachbeben gegeben. Glööckler, der in diesem Jahr 60 Jahre alt wird, habe so etwas selbst noch nie erlebt. „Sowas muss man nicht haben.“

Immer wieder kommt es zu Nachbeben in der Region um Istanbul. Viele Menschen halten sich aus Angst lieber im Freien auf.
Immer wieder kommt es zu Nachbeben in der Region um Istanbul. Viele Menschen halten sich aus Angst lieber im Freien auf. © AP/dpa | Khalil Hamra

Glööckler: „Ich bin auf dem Sprung“

Experten gehen davon aus, dass das Erdbeben von Mittwoch lediglich der Vorbote eines stärkeren Bebens gewesen sein könnte. Die Menschen befänden sich in Alarmbereitschaft und würden in ihren Autos oder in Zelten schlafen, habe Glööckler beobachtet. „Die Menschen sind schockiert. Das merkt man.“

Für ihn persönlich ende seine Istanbul-Reise nach dem Beben. „Ich bin auf dem Sprung, ich möchte wieder ausreisen“, sagt Glööckler.

mit dpa