Gelingt jetzt der Durchbruch bei den Ermittlungen zum Dreifach-Mord in Weitefeld? Rund anderthalb Wochen nach der Tötung einer Familie im Westerwald (Rheinland-Pfalz) ist die Polizei mit einem Großaufgebot in und um den Ort im Einsatz. Es würden Waldgebiete und weitere Flächen abgesucht, teilte die Polizei in Koblenz mit. Etwa 1000 Beamte sind im Einsatz, meldet der SWR.

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„Die heutigen Maßnahmen verfolgen das Ziel, bislang vorliegenden Erkenntnissen systematisch nachzugehen und weitere Feststellungen zum Auffinden des Tatverdächtigen zu erlangen“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Die Aktion stehe allerdings nicht im Zusammenhang mit im Rahmen der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ eingegangenen Hinweisen, erklärte die Polizei. Nach dieser seien insgesamt rund 90 Hinweise aufgenommen worden, zu deren Qualität noch keine Angaben gemacht werden könnten. Insgesamt sind zu dem Fall 1100 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.
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Weitefeld (Westerwald): Alexander Meisner auf der Flucht – hohe Belohnung ausgesetzt
Im Zentrum der Ermittlungen steht weiter der 61 Jahre alte Alexander Meisner, der unter Verdacht steht, die Familie in Weitefeld getötet zu haben. Die Leichen des Ehepaares und des 16 Jahre alten Sohnes wurden Anfang April gefunden. Sie sollen teilweise mit Kabelbinder fixiert gewesen sein. Das Motiv für die Tat ist unklar. Als sich Polizeibeamte dem Anwesen näherten, flüchtete ein Mensch, mutmaßlich ein Mann.

Der Tatverdächtige stammt aus einem Nachbarort. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen des Verdachts des dreifachen Mordes erwirkt. Die Polizei warnte, dass er sich möglicherweise bewaffnet versteckt halte. In welchem psychischen Zustand er sich befinde, sei unklar.
Den Ermittlungen zufolge wurde die Tat mit Schuss- und Stichwaffen verübt. Hinweise auf einen unmittelbaren familiären Hintergrund gab es nicht. Die Polizei richtete eine Sonderkommission ein. Inzwischen setzte die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Verdächtigen führen.
bee/dpa/afp




