Rabea Rogge hat Geschichte geschrieben. Die Elektroingenieurin und Polarforscherin aus Berlin ist die erste deutsche Frau im Weltraum. Gemeinsam mit drei anderen Personen ist die 29-Jährige in einer „Dragon“-Kapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet. Die Kapsel wurde mithilfe einer Falcon-9-Rakete ins All befördert, die um 3.47 Uhr deutscher Zeit abhob.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Es handelt sich bei dem Flug um eine private Weltraummission namens Fram2, die von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX organisiert und durchgeführt wird. Das Besondere ist, dass es laut SpaceX die erste bemannte Raumfahrt ist, der über den Nord- und Südpol führt.
Interview: Erste deutsche Astronautin: „Traum, der allen Menschen gehört“
Der Flug soll zwischen drei und fünf Tage dauern. In der Zeit werde die Crew 22 Experimente durchführen. Unter anderem sollen die vier Raumfahrer Pilze züchten, um herauszufinden, ob dies eine Ernährungsmöglichkeit für mehrwöchige Raumfahrten darstellt. Außerdem soll die Besatzung Himmelsleuchten untersuchen und die ersten Röntgenbilder von Menschen im Weltall anfertigen.

Abgesehen von Rogge befinden sich Tech-Milliardär Chun Wang, Naturfilmerin Jannicke Mikkelsen und Polarforscher Eric Philips an Bord. Wang hat die Mission aus eigener Tasche finanziert, wie das Weltraumunternehmen mitteilte.
Rabea Rogge im All: „Wir wollen Pioniergeist aufzeigen“
Ins All mitgenommen hat Rogge unter anderem eine Gedenkmedaille an Flugpionier Otto Lilienthal (1848-1896) und eine kleine Nachbildung der Freiheitsglocke im Rathaus in Berlin-Schöneberg – dem Bezirk, in dem sie geboren wurde. Außerdem hat sie eine analoge Kamera dabei: „Ich bin gespannt, wie die Filme herauskommen werden“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld der Reise. „Wir wollen mit der Mission Pioniergeist aufzeigen, Neugier wecken und Technologie-Innovation demonstrieren.“

Der Name der Mission leitet sich vom norwegischen Expeditionsschiff Fram ab. Das Schiff war zwischen 1893 und 1912 auf drei Missionen im Einsatz – sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis. Die Fram ist in einem Museum in Oslo ausgestellt. Die vier Astronauten nahmen SpaceX zufolge ein Stück Holz des geschichtsträchtigen Segelschiffs mit ins All.

Wo sich die Dragon-Kapsel der Fram2-Mission gerade befindet, können Interessierte auf einer Live-Ansicht auf spacex.com anschauen.





