Nachrichten, „Tatort“, Quiz – und jede Menge Talkshows: So kennen die Zuschauer ihre ARD: Die älteste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Deutschlands feiert in dieser Woche mit einem Programm voller Highlights. Geburtstag. Zum 75-jährigen Bestehen präsentiert die ARD ab 31. März in der Jubiläumswoche TV-Klassiker, Dokumentationen und „Die Große Jubiläumsshow“ (5. April, 20.15 Uhr) mit prominenten Gästen, moderiert von Kai Pflaume.
Doch ist das alte Modell ARD noch zeitgemäß? Medienwissenschaftler Hektor Haarkötter, Professor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, erinnert vieles eher an eine „Insel der Glückseligen“.
Die ARD lässt sich feiern. Zu Recht?
Hektor Haarkötter: Man muss sich schon fragen, ob das Modell noch zeitgemäß ist, also die ganze Struktur der Öffentlich-Rechtlichen als Körperschaft, mit einem quasi verbeamteten Angestelltenapparat, der da auf der Insel der Glückseligen lebt und mit öffentlichen Geldern so mehr oder weniger machen kann, was er will. Zumal unter der Decke der öffentlich-rechtlichen Körperschaft mindestens genauso, wenn nicht noch mehr, privatwirtschaftlich gearbeitet und organisiert wird, als es die privaten Fernsehsender und Radioanstalten in Deutschland tun.



