Wenn Astronauten in einigen Jahren oder Jahrzehnten zum Mars aufbrechen, erwartet sie nicht nur die Herausforderung einer monatelangen Reise durch das All. Auch auf dem Roten Planeten angekommen lauern noch Gefahren – insbesondere in Form von Staub. Wissenschaftler warnen in einer neuen Studie: Wer auf dem Mars arbeitet, setzt sich potenziell tödlichen Gesundheitsrisiken aus.

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Die Erkenntnis ist allerdings nicht ganz neu. Bereits während der Apollo-Missionen hatte sich herausgestellt, dass Mondstaub die Atemwege der Astronauten reizt und gesundheitliche Probleme verursacht. Der Mars birgt eine noch größere Gefahr. Sein Staub ist nicht nur feiner, sondern enthält auch giftige Bestandteile: etwa Perchlorate, die die Schilddrüse schädigen können sowie Silica, das Lungenkrankheiten begünstigt. Zusätzlich finden sich Schwermetalle wie Arsen und Cadmium in der Mars-Oberfläche – ihre genaue Konzentration ist noch umstritten, doch selbst kleine Mengen könnten langfristig gesundheitliche Folgen haben, warnen die Forscher.
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„Aufgrund seiner geringen Korngröße ist es wahrscheinlicher, dass der Staub auf dem Mars die Lungen reizt, in den Blutkreislauf gelangt und bei den Astronauten zu Krankheiten führt“, erklären die Wissenschaftler. Viele der im Staub enthaltenen Substanzen gelten zudem als krebserregend.
Mars-Mission: Der rote Planet macht krank
Eine Mars-Mission habe gegenüber der Mond-Missionen noch einen Nachteil: Tritt ein gesundheitlicher Notfall ein, ist eine schnelle Rückkehr zur Erde nicht möglich. Während Apollo-Astronauten innerhalb weniger Tage nach Hause gebracht werden konnten, dauert die Rückreise vom Mars mehrere Monate. Dazu komme eine Kommunikationsverzögerung von bis zu 40 Minuten – auch eine direkte medizinische Beratung durch Ärzte auf der Erde ist so unmöglich.
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Und noch etwas stellt die Gesundheit der Astronauten auf eine harte Probe. Denn wer sich über längere Zeit auf dem Roten Planeten aufhält, ist nicht nur dem Staub, sondern auch erhöhter Strahlung und den Auswirkungen der Schwerelosigkeit ausgesetzt. Diese Faktoren schwächen das Immunsystem und erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen, warnen die Wissenschaftler.
Experten fordern daher, dass Raumfahrtorganisationen diese Faktoren bedenken und sich darauf vorbereiten. Eine gründliche Reinigung der Wohnmodule, effektive Luftfiltersysteme und spezielle Schutzkleidung könnten die Staubbelastung für Astronauten minimieren. Zudem könnten Astronauten mit Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln vorbereitet werden, um mögliche gesundheitliche Folgen abzumildern.








