Nach sieben Jahren ist Schluss: In der Prosieben-Show „Late Night Berlin“ verkündete Moderator Klaas Heufer-Umlauf, die Sendung beenden zu wollen. Die Art und Weise der Mitteilung war ungewöhnlich. Die erste Folge der neuen Staffel war mit nur 15 Minuten deutlich kürzer als sonst. Da dies so auch schon in Programmhinweisen gestanden hatte, sagte Heufer-Umlauf wenige Stunden vor der Ausstrahlung in einem Instagram-Livestream, dass sich das alles aufklären werde. „Könnte sein, dass es ein bisschen Ärger gibt“, sagte der 41-Jähre mit einem Grinsen.

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Die Sendung startet zunächst ganz normal: Nach dem Intro betritt Heufer-Umlauf das Studio und beginnt seinen üblichen Monolog. Dabei fällte aber die erste Ungereimtheit auf: In verschiedenen Kameraeinstellungen trägt der Moderator unterschiedliche Kleidung. Nach ein paar Witzen wendet er sich an Sidekick Jakob Lundt und sagt: „Irgendwie kommt mir das so vor, als hätten wir diese Gags schon mal gemacht.“ Es wiederhole „sich irgendwie vieles.“ Nach dem Monolog setzt sich Klaas hinter den Schreibtisch, während die Studioband „Gloria“ den Pixies-Song „Where is My Mind?“ spielt.
„Late Night Berlin“ – jeder Witz wurde gemacht
Es folgt eine angeblich „neue Rubrik“, in der das Late-Night-Team „TV-Formate analysiert“, so Heufer-Umlauf. Los gehe es mit einer Betrachtung des eigenen Formats. Ein Einspieler beleuchtet zunächst die Geschichte berühmter Late-Night-Shows mit Größen wie David Letterman und Harald Schmidt. Darauf folgt ein Rückblick über Höhepunkte von „Late Night Berlin“ (Weinmesse, Paketverschickung, Echsen) und Besuche von Stars wie Will Smith und Billie Eilish.
Ein Off-Sprecher greift von melancholischer Musik untermalt das Gefühl des Sich-Wiederholens auf: „Jeder Witz wurde gemacht, jeder Gast eingeladen und jedes Spiel gespielt.“ Und weiter: „Ist es nicht an der Zeit Lebwohl zu sagen und diese Show hinter sich zu lassen, um etwas Neues zu beginnen?“
Es folgt ein Dialog zwischen Lundt und Heufer-Umlauf, in dem dieser schließlich sagt: „Wir sagen immer, dass man den Moment nicht verpassen darf. Und ich glaube jetzt ist der Moment, wo ich fertig bin mit Late Night. Ich hab keine Lust mehr auf Late Night. Es reicht. Und ich habe den Eindruck, es ist besser, man merkt das selber, als wenn irgendwann die Tür aufgeht und dann steht da einer von Prosieben und dann guckt man doof und dann sagt der einem das.“ Unter den Klängen von „Don‘t Stop Believin‘“ verlässt der Moderator das Studio.
In einem anschließenden Einspieler betritt der Moderator das fiktive Diner „Heufer‘s“, in dem bereits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Show an Tischen sitzen. An den Wänden hängen Bilder mit Szenen aus den vergangenen Jahren. Die als Gast angekündigte Anne Will betritt das Lokal und setzt sich zu Heufer-Umlauf an den Tisch und fragt: „Und hast du schon Pläne, willst du irgendwas Neues machen?“ Bevor Klaas antwortet, wird das Bild schwarz. In einem Schriftzug („Vielen Dank fürs Zuschauen.“) blitzt ein Datum auf: 22. April 2025.
Joko und Klaas haben ihren Vertrag verlängert
Die Gerüchteküche ist damit eröffnet. Der 22. April ist ein Dienstag, der Wochentag, an dem bisher auch „Late Night Berlin“ lief. Manche Fans hoffen in den Kommentaren auf Sozialen Medien auf eine Rückkehr von „Circus Halligalli“ – die Sendung, die Heufer-Umlauf zusammen mit Joko Winterscheidt von 2013 bis 2017 moderiert hatte. Allerdings war die „Halligalli“ im Grunde auch eine Late-Night-Show. Daher dürfte es bei einer Fan-Theorie bleiben.
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Die beiden Entertainer Joko und Klaas hatten jüngst ihren Exklusiv-Vertrag mit ProSiebenSat.1 um fünf Jahre verlängert. ProSieben-Chef Hiller hatte im Zuge der Vertragsverlängerung versprochen, man werde gemeinsam „weiter Grenzen testen und für Überraschungen sorgen – darauf können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer verlassen.“





