- Nicht nur Menschen, sondern auch Spinnen leiden unter zu viel Lärm
- Trichternetzspinnen haben sich in großen Städten allerdings an die Geräuschkulisse angepasst
- Dafür nutzen sie einen besonderen Trick
Trichternetzspinnen (Agelenopsis pennsylvanica) sind Meister der Anpassung. Sie bauen ihre Netze an Steinen, Gras oder sogar menschengemachten Objekten und lauern ihrer Beute in ihrem trichterförmigen Versteck auf. Doch in Großstädten sind Stadtspinnen einem Problem ausgesetzt: Der ständige Lärm von Verkehr und Baustellen stört die Wahrnehmung der feinen Vibrationen, die ihnen anzeigen, ob ein Beutetier ins Netz gegangen ist oder ein potenzieller Partner anklopft.

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Forscher der University of Nebraska-Lincoln um Biologin Brandi Pessman haben nun untersucht, wie die Spinnen auf diesen Umweltfaktor reagieren. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten sie jüngst im Fachjournal „Current Biology“. Die Forscher konnten zeigen, wie Stadtspinnen gezielt die Struktur ihrer Netze verändern, um sich gegen den ständigen Lärm und Schall zu wappnen.
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Spinnen in der Stadt: Netz hilft beim Umgang mit Lärm
Die Wissenschaftler sammelten für ihre Untersuchung Trichternetzspinnen aus städtischen und ländlichen Gebieten und setzten sie im Labor für vier Tage verschiedenen Geräuschkulissen aus – von ruhiger Umgebung bis zu konstantem Rauschen. Anschließend analysierten sie die von den Spinnen gebauten Netze und untersuchten, wie diese Vibrationen weiterleiten.
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Das Ergebnis: Spinnen aus städtischen Gebieten passten ihre Netze an, um den ständigen Lärm zu dämpfen. Sie veränderten ihre Netze so, dass sie weniger empfindlich für kurze, heftige Vibrationen wurden. Sie blendeten damit hochfrequente Schwingungen – also den Lärm der Stadt – aus, bevor er die Spinne erreichte. Im Gegensatz dazu verstärkten Landspinnen in lauter Umgebung gezielt bestimmte Frequenzen, um Beute- und Paarungssignale trotz ungewohnten Lärms besser wahrnehmen zu können. Stadtspinnen hatten mit der Zeit also ein effektiveres Vorgehen erlernt. Die Forscher wollen nun weiter untersuchen, wie sich die Tiere durch sich verändernde Umweltbedingungen anpassen.







