Die Luftqualität in Deutschland ist schlecht. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur das Umweltbundesamt (UBA) in einer Mitteilung vom Montag. Die Wetterkarte der Behörde ist im Osten Deutschlands, inklusive Berlin, rot bis dunkelrot gefärbt. Auch von Westen her ziehen sich Tupfen in Warnfarben durch Teile von Baden-Württemberg und Hessen, die signalisieren: Die Luftqualität ist nicht so, wie sie sein sollte.

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Oder, wie es Wetter-Koryphäe Jörg Kachelmann auf X formuliert: „Katastrophale Luftqualität in vielen Teilen Deutschlands durch den Feinstaub aus Holz- und Pelletöfen.“ Laut UBA kommen die erhöhten Werte im Winter nicht nur wegen des gestiegenen Wärmebedarfs zustande, sondern auch aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens in dieser Jahreszeit. Weniger Einfluss hingegen dürften Saharastaub oder Emissionen der Landwirtschaft haben, die vornehmlich im Sommer die Äcker mit umweltintensiven Fahrzeugen bestellt.
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Kachelmann mit eindringlicher Warnung
Die schlechte Luftqualität betrifft nicht nur Teile Deutschlands, sondern auch andere Länder Zentraleuropas wie Polen. Sollten Messstationen wie in Berlin einen schlechten Wert anzeigen, warnt das Umweltbundesamt „empfindliche Menschen“ vor nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen. Im Brandenburgischen Spreewald ist die Qualität sogar „sehr schlecht“. Die Behörde warnt: „Wer empfindlich ist oder vorgeschädigte Atemwege hat, sollte körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden.“
Katastrophale Luftqualität in vielen Teilen Deutschlands durch den Feinstaub aus Holz- und Pelletöfen.
— Jörg @kachelmann anderswo: @realkachelmann (@Kachelmann) 11. März 2025
Berichterstattung nahe null.
Es ist ein großes Wunder. Wenn es solche Werte in Kalifornieren gäbe, wären die Medien voll davon.
Zum Ablesen in Länder und Kreise…
Kachelmann geht einen Schritt weiter. „Wer bei diesen Werten draußen joggen geht, kann auch ersatzhalber ein Päckchen Zigaretten rauchen“, so der Wetter-Experte gegenüber der „B.Z.“ „Wir werden in den nächsten Jahren einen Knick in der Lebenserwartung durch die Holz- und Pelletöfen sehen.“ Via X monierte er am Dienstag, dass die verschlechterte Luftqualität hierzulande kaum ein Thema sei: „Es ist ein großes Wunder. Wenn es solche Werte in Kalifornien gäbe, wären die Medien voll davon.“
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Luftqualität bald besser? UBA macht Hoffnung
Allerdings gibt es Grund zur Hoffnung. Denn die hohe Feinstaubbelastung ist nicht nur abhängig vom menschlichen Heiz- und Mobilitätsverhalten. Auch das Wetter kann die hohen Werte schmälern. „Die jeweils vorherrschenden Wetterbedingungen entscheiden (...) darüber, ob die Schadstoffe schnell in der Luft verteilt werden oder sich über Tage anreichern können und dann zu solchen Situationen führen“, heißt es auf der Seite des Umweltbundesamtes. Durch die Windstille könne die Luft derzeit nicht ausgetauscht werden. Auch könne fehlender Regen die Partikel nicht „auswaschen“.
Die Hochdruckgebiete würden sich allerdings in den nächsten Tagen abschwächen. Während auf der Karte zur Feinstaubbelastung in Ost- und Westdeutschland am Montag und Dienstag noch schlechte bis sehr schlechte Werte dominierten, zeigt die Prognose ab Donnerstag eine nahezu blaue Deutschlandkarte. „Dann ist mit einer Verbesserung der Luftqualität zu rechnen“, so das UBA.
daw






