Ein Jahr nach „Odysseus“ landete am Donnerstag eine zweite Sonde des US-Raumfahrtunternehmens Intuitive Machines auf dem Mond. Der Zustand des knapp fünf Meter großen Landers „Athena“ sei allerdings unbekannt. Das Landegerät habe auf der Mondoberfläche aufgesetzt, sagte ein Sprecher des Unternehmens in einer Liveübertragung. Nun müsse geklärt werden, ob „Athena“ wie geplant aufrecht gelandet sei. Ende Februar war die Sonde an Bord einer Falcon-9-Rakete des US-Unternehmens SpaceX ins All gestartet. Mit an Bord ist auch eine in Deutschland entwickelte Drohne, die hüpfend die Mondoberfläche erkunden soll.

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„Athena“ soll mit einem Bohrer und einem Massenspektrometer der US-Raumfahrtbehörde Nasa nach Wassereis suchen. Eines der Ziele der in Deutschland entwickelten 70 Zentimeter großen Drohne „Grace Hopper“ wiederum ist ein dauerhaft schattiger Krater, der noch nie Sonnenlicht gesehen hat. Sollte die nach der Informatik-Pionierin Grace Hopper benannte Drohne den Sprung dort hineinschaffen, wäre das eine Premiere für die Menschheit. Ein weiteres Gerät an Bord von „Athena“ soll die Einrichtung eines 4G-Mobilfunknetzes testen.
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„Es fühle sich an, als wäre die Mission direkt aus einem unserer Lieblings-Science-Fiction-Filme entsprungen“, sagte Nasa-Vertreterin Nicky Fox beim Start der Sonde vor einer Woche. Laut Intuitive Machines wollen die Wissenschaftsteams ihre Experimente etwa zehn Tage lang vornehmen. Dann werde sich die sogenannte Mondnacht über den Südpol legen und „Athena“ sei nicht mehr nutzbar.
Bis zur ersten Mission des privaten Unternehmens im vergangenen Jahr war die Landung nur der US-Raumfahrtbehörde Nasa gelungen – wobei deren letzte Mondlandung auf die Apollo-17-Mission im Jahr 1972 zurückgeht. Intuitive Machines hatte 2024 als erste Privatfirma ein Landegerät auf den Mond gebracht. Der Lander „Odysseus“ war allerdings umgekippt, was die Mission vorzeitig beendete. Die Mission IM-2 mit dem Landemodul „Athena“ ist nun die Nachfolgemission.
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Am Sonntag war zudem der Lander „Blue Ghost“ des US-Unternehmens Firefly Aerospace auf dem Mond gelandet, um unter anderem Untersuchungen zur Magnetosphäre des Erdtrabanten und zum Mondstaub vorzunehmen.
daw, afp






