In Deutschland gehören die Tage vor Aschermittwoch dem Karneval – oder Fasching, oder Fasnacht, je nachdem, wen und wo man fragt. Danach beginnt nach christlicher Tradition die Fastenzeit, die am Osterwochenende endet. Auch in Großbritannien gibt es eine jahrhundertealte Tradition.

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Der Faschingsdienstag gehört auf der Insel dem Pancake (Pfannkuchen/Eierkuchen). Während der Fastenzeit verzichteten früher einige Christen auf tierische Produkte wie Milch und Eier, wie die BBC in einem Beitrag berichtet. Um diese Lebensmittel noch aufzubrauchen, kam in vielen britischen Haushalten Pfannkuchen auf den Tisch. Heutzutage nehmen die meisten die Fastenregeln nicht mehr so genau, oder verzichten auf andere Dinge wie Süßigkeiten oder soziale Medien. Die Tradition des Pfannkuchen-Backens ist aber geblieben.

Londoner Bahnhof zu Ehren des Pfannkuchens umbenannt

Und weil zu jedem Fest auch besondere Bräuche gehören, fanden am Dienstag in einigen Städten wieder Pfannkuchen-Rennen statt. Die Teilnehmenden liefern sich dabei ein Wettrennen mit einer Bratpfanne samt Pfannkuchen in der Hand. Manche tragen dabei kreative oder traditionelle Kostüme. Der erste Lauf soll sich bereits 1445 in der kleinen Stadt Olney in Buckinghamshire ereignet haben.

Ein Teilnehmer setzt beim Londoner „Pancake Race“ zum Überholmanöver an und bringt seine Konkurrentin in die Bredouille.
Ein Teilnehmer setzt beim Londoner „Pancake Race“ zum Überholmanöver an und bringt seine Konkurrentin in die Bredouille.© Getty Images | Carl Court

Der „Pancake Day“ ist so sehr in der englischen Kultur verankert, dass sogar einer der großen Bahnhöfe der Hauptstadt sich einen Spaß erlaubte. An der Station St Pancras – direkt neben King‘s Cross – kommen unter anderem die Eurostar-Züge vom europäischen Festland an. Auf den Anzeigetafeln hieß der Bahnhof „London St Pancake“. Das Eisenbahnunternehmen Southeastern Railway verbreitete ein Foto auf Twitter/X und schrieb dazu: „Frühling liegt in der Luft, das kann nur eins bedeuten... Ist irgendjemand hungrig? (Disclaimer: Beim Erstellen dieser Bilder wurden keine Eier zerbrochen, kein Mehl verklopft und keine Milch verschüttet)“.

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