Zersplittertes Glas mischt sich mit Blutstropfen: Der Scherbenhaufen zwischen den zwei Linienbussen, die am Morgen in Saarbrücken frontal zusammengestoßen sind, zeugt von der Wucht des Aufpralls. Bei dem Unfall in der saarländischen Landeshauptstadt sind nach aktuellen Zahlen der Polizei mindestens 33 Menschen verletzt worden. Neun Menschen seien schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Lebensgefahr bestehe zurzeit bei niemandem. 

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28 Menschen seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Unter den Verletzten seien auch zwölf Kindergartenkinder und beide Busfahrer. Nach einer ersten Bilanz seien 41 Menschen an dem Unfall beteiligt gewesen. Die Verletzten sind laut Polizei zwischen drei und 80 Jahren alt.

Die zwölf Kinder seien von einer Kindergartengruppe gewesen. Warum sie in dem Bus waren, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Saarbrücken: Linienbusse auf Kreuzung vor Einkaufszentrum zusammengekracht

Der Geschäftsführer der Saarbahn GmbH bestätigte, dass beide Busfahrer verletzt wurden. Einer von ihnen sei schwer verletzt worden, sagte er. Beide seien im Auftrag des städtischen Unternehmens unterwegs gewesen. Der Geschäftsführer schätzt den entstandenen materiellen Schaden auf bis zu 600.000 Euro.

Zwei Linienbusse zusammengestoßen
Einsatzkräfte arbeiten am Unfallort, nachdem die zwei Linienbusse auf einer Kreuzung in Saarbrücken frontal zusammengestoßen sind.© DPA Images | Oliver Dietze

Zu dem Unfall kam es um 9.10 Uhr auf einer Straße in einem äußeren Stadtteil der Landeshauptstadt des Saarlandes. Die Busse stießen laut Polizei auf der Breslauer Straße bei einem Einkaufszentrum zusammen. „Im Kreuzungsbereich kurz vor der Einfahrt zum Einkaufscenter, da sind zwei Linienbusse ineinander gekracht und da kam es zu einer Vielzahl von verletzten Personen“, sagte Polizeisprecher Falk Hasenberg.

Bus-Unfall in Saarbrücken: Rettungshubschrauber und Drohne im Einsatz

Es seien baugleiche Modelle gewesen, die ineinander gefahren seien. Die Busse hätten sich genau gegenübergestanden, sagte Hasenberg. Warum es zu dem Unfall gekommen ist, war demnach noch völlig offen. Gutachter seien vor Ort, um das herauszufinden, hieß es.

Zwei Linienbusse zusammengestoßen
Die Busse nach dem Frontal-Zusammenstoß. Sie sind beide heftig beschädigt.© DPA Images | Oliver Dietze

Dutzende Rettungswagen und Einsatzkräfte waren nach dem Zusammenstoß im Einsatz. Ein Rettungshubschrauber war zeitweise ebenfalls vor Ort, auch eine Drohne schwebte am Vormittag über dem Unglücksort. Die Busse wurden am Mittag abgeschleppt und die Kreuzung am frühen Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren auch Gutachter vor Ort. Sie sollten herausfinden, wie es zu dem folgenschweren Zusammenstoß kommen konnte.

Saarbrücken: Glasscherben und Blutspritzer auf der Straße, deformierte Busse

Nach dem Unfall standen die beiden Linienbusse mitten auf der Kreuzung. Die Frontscheiben beider Fahrzeuge waren stark beschädigt und die Busse deformiert, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Scherben und Fahrzeugteile lagen auf der Straße verteilt. Auch ein kleiner gelber Plastiklöffel lag mit Blutspritzern zwischen den Glasscherben auf dem Busboden. Die Unfallstelle war mit Flatterband abgesperrt. 

Zwei Linienbusse zusammengestoßen
Blut und ein Plastiklöffel sind zwischen zerbrochenem Glas am Unfallort zu sehen.© DPA Images | Oliver Dietze

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) teilte mit, dass er sich zusammen mit dem saarländischen Innenminister Reinhold Jost (SPD) vor Ort ein Bild gemacht habe. Er dankte den Rettungs- und Einsatzkräften für ihre Arbeit. „Meine Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Familien“, sagte er laut Mitteilung. „Ich wünsche allen eine schnelle und vollständige Genesung.“

Jost und die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) dankten ebenfalls den Rettungskräften. „Den Verletzten wünsche ich schnelle und hoffentlich vollständige Genesung“, sagte Rehlinger laut Mitteilung. „Auch den Unverletzten – insbesondere den Kindern – möge der Schock schnell wieder vergehen.“

(dpa/dw)