Im Bikini auf die Strandpromenade? Das kann in Albufeira bald teuer werden: Die portugiesische Küstenstadt plant ein Verbot „partieller Nacktheit“ und hat dazu einen neuen Verhaltenskodex erlassen. Wie die portugiesische Zeitung „Correio da Manhã“ berichtet, soll dieser bis zum 14. März öffentlich diskutiert werden.

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Wer den Strand in Badebekleidung verlässt und sich auf der Strandpromenade oder in der Stadt aufhält, muss künftig mit Bußgeldern zwischen 300 und 1500 Euro rechnen. Bürgermeister José Carlos Rolo will damit gegen das „exzessive“ Verhalten mancher Touristen vorgehen, berichtet die BBC.

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Laut den neuen Regeln müssen Frauen beim Verlassen des Strandes mindestens ein Shirt sowie eine Hose oder einen Rock tragen. Für Männer reicht ein T-Shirt. Die einzigen Ausnahmen gelten für Strände, deren Parkplätze und Hotels.

Mit dem neuen Verhaltenskodex setzt die Gemeinde Touristen klare Grenzen: Albufeira zieht jährlich Tausende Partyurlauber an – doch immer wieder sorgen Exzesse für Schlagzeilen. Ein besonders skandalöses Beispiel ereignete sich im vergangenen Jahr: Acht britische Touristen wurden dabei gefilmt, wie sie am helllichten Tag völlig nackt auf einer Bar in der Rua da Oura, der größten Partymeile der Stadt, tanzten. Die Bilder verbreiteten sich rasant im Netz, die portugiesische Polizei konnte die Beteiligten identifizieren, berichtet die BBC.

Portugal: Weitere Maßnahmen gegen Touristen-Exzesse

Um solche Vorfälle künftig zu verhindern, sollen nun drastische Maßnahmen ergriffen werden. Neben dem Verbot von „partieller Nacktheit“ sollen auch Alkoholkonsum auf offener Straße, sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit und sogar das Stehenlassen von Einkaufswagen mit Strafen belegt werden. Wer auf der Straße spuckt, uriniert oder lautstark in Wohngebieten feiert, muss ebenfalls mit Bußgeldern rechnen – je nach Verstoß zwischen 500 und 1800 Euro.

Für die Einhaltung der neuen Vorschriften sollen zwölf Beamte der Stadtpolizei beauftragt werden. Mit den strengeren Regeln will Albufeira sein Image als Partyhochburg abschütteln und wieder als familienfreundliches Reiseziel wahrgenommen werden.

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