- Thomas Kundt ist Deutschlands berühmtester Tatortreiniger
- Der Job zwischen Ekel und Tod ist für den 45-Jährigen mittlerweile Routine
- Welche Fälle ihm trotzdem noch immer an die Substanz geht, berichtet er hier
Der Geruch in der Wohnung ist beißend. Die Verwesung hat ihre Spuren hinterlassen. Ein Mann, über 20 Jahre lang Alkoholiker, ist hier gestorben – allein, ohne dass es jemand bemerkt hat. Thomas Kundt steht in einem knallgelben Schutzanzug da und begutachtet die Szene. „Die Nachbarn kannten ihn nur als den Asozialen, der sich in die Hose gepinkelt hat“, hat er erfahren.
Doch hinter der Fassade verbirgt sich eine tragische Geschichte: Frau und Tochter des Verstorbenen kamen bei einem Autounfall ums Leben, während er nach einer Nachtschicht schlief. Dieses Trauma trieb ihn in die Isolation und schließlich auch in die Sucht. Solche Schicksale begegnen Thomas Kundt häufig – sie haben ihn zu Deutschlands bekanntestem Tatortreiniger gemacht.


