David Lynch ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das gab die Familie des US-Regisseurs auf Facebook bekannt. „In der Welt ist jetzt ein großes Loch, da er nicht mehr unter uns ist“, heißt es unter anderem in dem Post der Familie. Lynch hatte vor einigen Wochen bekanntgegeben, dass bei ihm ein Lungenemphysem diagnostiziert worden sei. Das Haus könne er nur noch mit Sauerstoffmaske verlassen. Gegenüber dem US-Magazin „People“ erklärte Lynch: „Es ist, als ob man mit einer Plastiktüte über dem Kopf lebt.“

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Dem Bericht zufolge begann Lynch schon als Kind mit dem Rauchen. Die Emphysem-Diagnose habe er 2020 erhalten und danach noch zwei weitere Jahre gebraucht, um mit dem Rauchen aufzuhören. Obwohl er nun einen „hohen Preis“ für seine Sucht zahle, bereue er das Rauchen nicht, erklärte Lynch. Andere Raucher rufe er jedoch zur Reflexion auf: „Denkt darüber nach“, sagte er. „Ihr könnt mit diesen Dingen aufhören, die euch am Ende umbringen werden.“
David Lynch erhielt 2019 den Ehren-Oscar
Bei einem Lungenemphysem sind die Lungenbläschen teilweise zerstört oder überdehnt. Weil der Atemfluss dadurch gestört ist, nimmt der Sauerstoffgehalt im Blut ab. Häufige Symptome sind Atemnot besonders bei körperlicher Belastung sowie Erschöpfung. Meistens wird ein Lungenemphysem durch Rauchen hervorgerufen. Die Erkrankung ist nicht heilbar, lässt sich aber etwa durch Medikamente verzögern.
Der Regisseur von Kultklassikern wie „Eraserhead“, „Blue Velvet“ und „Wild at Heart“ brachte 2017 neue Folgen der Mystery-Kultserie „Twin Peaks“ auf den Bildschirm. Lynch drehte in den vergangenen Jahren auch Kurzfilme und schrieb Drehbücher. Für Regisseur Steven Spielberg trat er in „Die Fabelmans“ (2022) als Schauspieler vor die Kamera. In dem autobiografisch geprägten Drama hatte er eine kleine Rolle als Filmregisseur John Ford.
Aus vier Ehen hatte er zwei Söhne und zwei Töchter
Lynch ist für seine düsteren Filmfiguren aber auch für seine langjährigen Friedensbemühungen bekannt. Er meditierte seit den 1970er Jahren nach der Lehre des Maharishi Mahesh Yogi, dem einst auch die Beatles folgten. Der Filmemacher gründete eine Stiftung für „Bewusstseins-basierende Lehre und Weltfrieden“ und setzte auf transzendentale Meditation als Friedensstifter.
Aus vier Ehen hatte Lynch zwei Söhne und zwei Töchter. Tochter Jennifer Lynch folgte ihm als Regisseurin („Boxing Helena“) ins Fach.
afp/dpa/tok




