Der kürzlich abgewählte Bürgermeister von Sylt, Nikolas Häckel (parteilos), ist tot. Die Gemeinde Sylt bestätigte den Tod des 50-Jährigen. Wie das „Hamburger Abendblatt“, das wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört, berichtet, kollabierte Häckel am 26. Oktober nach einem Zwischenfall in einer Wohnung in Hamburg-Barmbek. In lebensbedrohlichem Zustand wurde er demnach in ein Hamburger Krankenhaus gebracht, wo er Ende vergangener Woche starb.

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In besagter Wohnung soll sich Häckel mit einer Person getroffen haben, zu der er über eine einschlägige App Kontakt bekommen hatte, schreibt das „Abendblatt“. Das Landeskriminalamt hat dem Bericht zufolge ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach dpa-Informationen gehen die Ermittler offenbar von einem Unfallgeschehen aus.
Der gebürtige Sylter Häckel hatte turbulente Monate hinter sich. 2015 war der parteilose Häckel auf der Nordseeinsel zum Bürgermeister gewählt worden. 2021 war er deutlich mit 68,4 Prozent der Stimmen in dem Amt bestätigt worden.
Nikolas Häckel: Sylts Ex-Bürgermeister stirbt unter mysteriösen Umständen
Im September diesen Jahres wurde Häckel abgewählt. Am 29. September sprachen sich 4.342 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Sylt, mit ihren Orten Westerland, Tinnum, Rantum, Archsum, Keitum, Morsum und Munkmarsch, für eine Abwahl aus. 860 stimmten dagegen.
„Ich bin entspannt: Hätte ich heute tatsächlich gewonnen – gegen all die Leute, die hier gegen mich waren – das hätte keinen Spaß gemacht“, sagte Nikolas Häckel damals der Deutschen Presse-Agentur. Mit einer roten Stoffrose im Knopfloch seines dunkelblauen Cord-Anzugs war er am Abend persönlich ins Rathaus gekommen. Überrascht habe ihn die Abwahl nicht, er sei darauf vorbereitet gewesen.
Dem Bürgermeister war eine jahrelange Haushaltsmisere angelastet worden und mangelnde Kommunikation. Die Vorwürfe wies Häckel auf seiner Internetseite entschieden zurück.
les/dpa




