Christian Sievers ist als Hauptmoderator des „heute-journals“ einer der renommiertesten deutschen Fernsehjournalisten. Für das Format „Am Puls“ beleuchtet der 54-jährige nun den „Brennpunkt Zuwanderung“ (8. August, 22.15 Uhr im ZDF und in der ZDF-Mediathek). Im Interview erklärt er, wie er mit Extremsituationen klarkommt, warum er manchmal verzweifelt und wie er es schafft, trotzdem zu entspannen.

Sie moderierten viele Brennpunkte der Zeitgeschichte – von den Anschlägen des 11. Septembers in New York bis zur Tsunami-Katastrophe. Wann sind Sie jemals aus der Fassung geraten? 

Christian Sievers: Die Menschen, die uns als Nachrichtenquelle vertrauen, brauchen niemanden, der die Fassung verliert. Deshalb bemühe ich mich, jede Situation professionell zu meistern. Das Entsetzen, die Traurigkeit, die Verarbeitung kommt dann meist später, in einer ruhigen Minute. Was erstaunlicherweise hilft, ist, vor Ort zu sein. Denn an den furchtbarsten Schauplätzen dieser Welt gibt es immer auch unfassbare Mitmenschlichkeit. Da zeigt sich, wozu wir imstande sind. In jeder Hinsicht. 

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