• Bei einer Messerattacke in Wedel ist ein Lehrer tödlich verletzt worden
  • Die Täter, zwei Brüder mit syrischem Migrationshintergrund, wurden festgenommen
  • Das Motiv ist unklar, Wedels Bürgermeisterin reagierte entsetzt

Nach der Messerattacke auf einen 67-jährigen Dozenten der Musik- und Volkshochschule in Wedel (Schleswig-Holstein) am vergangenen Freitag hat die Polizei zwei Männer festgenommen. Die Festnahmen erfolgten, nachdem die Beamten mehrere Fahrzeuge angehalten hatten. Die Verdächtigen leisteten keinen Widerstand.

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Bei den festgenommenen Personen handelt es sich laut Polizei um zwei Brüder mit syrischem Migrationshintergrund, die 2002 und 2003 geboren wurden. Der Dozent und die Festgenommenen sollen sich gekannt haben. Unklar ist, ob sie vom Opfer in der Vergangenheit unterrichtet wurden. Polizeisprecher Christian Hesse erklärte gegenüber dem Abendblatt: „Vieles deutet darauf hin, dass diese Personen für die Tat verantwortlich sind.“

Wedel: Lehrer mit Messer attackiert – Opfer schwer verletzt

Am frühen Freitagnachmittag war es auf dem Parkplatz vor dem Gebäude der Musik- und Volkshochschule zu dem Angriff gekommen. Polizeisprecher Christian Hesse berichtete, dass der Vorfall sich dort ereignet habe.

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Bei der Attacke soll ein Messer benutzt worden sein, wie die Polizei bestätigt. Die angegriffene Person soll sich verletzt zurück ins Gebäude gerettet, eine Verwaltungskraft Alarm geschlagen haben. Das Opfer erlitt mehrere Stichverletzungen im Halsbereich und wurde lebensgefährlich verletzt.

Großeinsatz in Wedel: Mutmaßliche Täter festgenommen – Motiv unklar

Das Opfer war offenbar zunächst noch ansprechbar und konnte etwas über den Vorfall berichten. Die Festgenommenen entsprechen der Täterbeschreibung, die zwischenzeitlich bekannt wurde: jung, schlank, südländisches Erscheinungsbild.

„Die Täter befinden sich aktuell in Polizeigewahrsam, es sind die üblichen polizeilichen Maßnahmen angelaufen“, so der Polizeisprecher weiter. Ob die beiden jungen Männer die Tat gestanden und ob die Beamten die Tatwaffe gefunden haben, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Die Polizei geht derzeit von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die Kriminalpolizei hat den Fall übernommen, und es ist möglich, dass später auch die Mordkommission eingeschaltet wird.

Unklar ist nach wie vor das Motiv der beiden Tatverdächtigen. Die Polizei will am Montag weitere Informationen zur Tat bekanntgeben.

Bürgermeisterin von Wedel entsetzt: „Mir verschlägt es die Sprache“

Mit Entsetzen reagierte Wedels amtierende Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto (CDU) auf den Angriff. „Ich bin vollkommen erschüttert, mir verschlägt es die Sprache“, sagte sie. Sie sei schockiert, „dass so eine Tat in unserer kleinen Stadt passiert ist“, so die Bürgermeisterin weiter. Ihre Gedanken und ihr tiefes Mitgefühl seien bei dem Verletzten und dessen Familie. Über den Zustand des 67-Jährigen hatte sie zunächst keine neuen Erkenntnisse. 

Fisauli-Aalto dankte den Einsatzkräften. Es sei beeindruckend zu sehen, wie die verschiedenen Teams von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr so reibungslos zusammenarbeiteten, um Menschenleben zu retten und zu schützen.

Wedel liegt im schleswig-holsteinischen Kreis Pinneberg und grenzt direkt an den Hamburger Westen. Die Volkshochschule versteht sich laut Eigendarstellung als kommunales Weiterbildungszentrum der Stadt. „Die Volkshochschule ist Ort lebenslangen Lernens, ein Bildungs- und Begegnungszentrum für alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen, Vereine und Verbände unserer Region“, heißt es auf der Webseite der Stadt. „Mit unserer Arbeit stehen wir für gleiche Bildungschancen für alle.“

mit dpa